erschrocken

Wir sollen dann mal beim Aquarium warten, heißt es beim Empfang in der Augenklinik Luzern…

ich habe eine große Blase auf dem weißen Teil des Auges. Beim Bibliotheksbesuch mit den Kindern hat es mich erst im Auge gebrannt und gejuckt, dann kam so ein Fremdkörpergefühl. In der Apotheke haben sie mit gesagt, ich soll das unbedingt zeigen. Und so sind wir nach Luzern gefahren.  Zwar ist sie mittlerweile kleiner geworden, aber zeigen soll ich es trotzdem.

Die Ärztin meinte dann es sei wohl nur eine Zyste gewesen. Alles halb so schlimm…

Eislaufen zum Zweiten

Die Tochter war untröstlich, dass wir ohne sie eislaufen waren. Und so haben wir es heute nochmals wiederholt, diesmal zusammen mit der Tochter. Alain war derweil mit einem Teil seiner Patenkindern auf der Skipiste.

Es war recht entspannt mit drei Kindern, vorallem da die beiden großen zusammen weiterfahren konnten, als der Kleintje müde wurde. Und als wir dann sogar noch zum großen gelben M zum Zmittag fuhren, waren drei Kinder glücklich!

Silvester

Auch dieses Jahr haben wir das Jahresende zusammen mit Freunden gefeiert. Und wieder waren die Kinder in Überzahl.

Aber es war eine tolle Feier, die Zeit verging wie im Fluge und schon war das neue Jahr da.

Die Kinder haben wacker durchgehalten, einzig als es ans Nachhauselaufen ging, die die Jungs etwas eingebrochen…

Ich wünsche Euch allen auf diesem Wege ein tolles neues Jahr, mit viel Zeit für euch und eure Lieben.

Skitag

Der Kleintje hat an der Beerdigung mit dem Grossmami abgemacht, dass er wieder einmal im Inkenberg schlafen wolle. Und da er das wohl wirklich sehr ernst meinte, haben wir gefragt, ob wir ihn für einen Tag in den Inkenberg bringen können. dann würden wir mit den beiden Grossen auf die Skipiste gehen.

Und es klappte wirklich. Ein glücklicher Kleintje ging am Abend in den Inkenberg, wir machten alles Spielsachen bereit und am Freitagmorgen ging es bei strahlendem Wetter auf die Skipiste in der Melchseefrutt. Es war ein Traumtag, dementsprechend viele Menschen hatten die gleiche Idee wie wir. aber nichtsdestotrotz haben wir den Tag sehr geniessen können. Das war das allererste Mal, dass Alain und ich gemeinsam mit den Kindern Skifahren konnten. Bisher haben wir uns immer aufgeteilt, aber so zu viert fahren, das macht riesig Spass. Jetzt muss der Kleintje schnell auch richtig fahren lernen, dann wird das sehr cool!

Mueti

Mein Mueti (meine Grossmutter) durfte endlich ihre letzte Reise antreten. Sie wurde 95 Jahre alt und die letzten Jahre waren sehr beschwerlich für sie. Die Altersdemenz war sehr stark fortgeschritten und sie erkannte nur noch wenige Menschen und auch diese sehr oft nicht. Ich habe sie trotzdem immer wieder alleine oder mit meinen Kindern zusammen besucht. Denn sie hat sich so gefreut.  Vorallem an den Kindern hatte sie grosse Freude und diese hatten ihre ganz eigene Art mit Muetis Demenz umzugehen. Die Tochter erklärte ihr ganz geduldig immer wieder wie alt sie nun sei und in welche Klasse sie gehe, Junior hatte etwas Mühe aber kam eigentlich auch meistens mit, der Kleintje aber liebte das Mueti überalles. Die beiden haben immer so fest zusammen gekuschelt, dass wir gar nicht sicher waren, wer nun wem gut tat. Ich denke beiden.

Am 27. Dezember fand Muetis Beerdigung statt. Es war eine schöne Feier und ich glaube Mueti hätte es sehr gefallen. Was ich das Schönste daran fand, bei unserem Hausbrand vor 20 Jahren entdeckte man ein Wandertagebuch, das man retten konnte. Mueti hat mir drei anderen mir unbekannten Frauen ein Tagebuch geschrieben, dass herumreiste und die Leben der Frauen ein wenig erzählt. Daraus wurde im Gottesdienst vorgelesen. Das war so stimmig. Man konnte sich wirklich in Muetis Leben als Bauernfrau von damals einfühlen. Da wurde die Hochzeit und die viertätige Hochzeitsreise nach Ascona beschrieben, aber auch der Alltag mit den 7 Kindern, dem Hof, den etwas schwierigen Schwiegereltern aber auch das Leben mit meinem Grossvater (mein Tädi) den ich immer immer sehr vergötterte.

Ach mir kommen hier beim Schreiben doch wirklich die Tränen…

Ich musste während dieser Zeit immer wieder viel an Mueti denken. Ob sie wohl ein glückliches Leben geführt hat? Viele Möglichkeiten hatte sie ja nicht. Ihr Weg war ziemlich vorgegeben und “fremdbestimmt”, aber war sie dadurch weniger glücklich? Ich habe nach alten Fotos von Ihr mit mir gesucht. Gefunden habe ich leider nicht viele. Es gibt viele Fotos die mich mit Tädi zeigen, aber nur ein Bild mit Mueti:

Ich hatte eine sehr gute Beziehung zu meinen Grosseltern. Ich bin ja zum Teil bei Ihnen aufgewachsen. Wir hatten auf dem Bauernhof einen Mehrgenerationenhaushalt, wie man ihn heute nur noch selten kennt. Ich kann mich erinnern, dass wir immer wieder bei Mueti gegessen haben, ihre Teigwaren hatten dann immer noch ein wenig geschmolzene Butter mit geröstetem Paniermehl darüber. Und meine absolute Leibspeise waren ihre Dampfnudeln. Die koche ich nun auch immer mal wieder, aber so wie sie mein Mueti gemacht hat, kriege sich sie nicht hin. Jeden Abend bevor wir ins Bett mussten, gingen wir noch kurz bei den Großeltern vorbei um auch dort den GuteNachtKuss abzuholen. Wenn ich das Bild oben mit mir, meiner Cousine und meinem Grossvater betrachte, habe ich das Gefühl ich könne das Holz des Eckbanks fühlen, die leichte Klebrigkeit des wachsüberzogenen Tischtuchs fühlen und wenn ich nach links schaue, kann ich Tädis Vogelhäuschen sehen, das beim schmalen Küchenfenster über eine Hebelkonstruktion nach Innen geholt werden konnte.

Ich habe die Tage vor und nach der Beerdigung sehr heftige und nachhaltende Träume gehabt. Oft war ich im Traum noch einmal im Wohngeschoss des alten abgebrannten Bauernhaus, in dem meine Großeltern lebten. Ich sah noch einmal das schwere dunkle Doppelbett, das eigentlich auch zwei zusammengestossenen Betten bestand wo wir uns als Kinder immer nu den Grosseltern ins Bett kuschelten, die schöne alte Uhr in der Wohnstube die man im ganzen Haus schlagen hörte und die Tädi immer wieder an den schweren Zapfen aufziehen musste, der lange Mittelgang, der nicht ganz waagrecht war und im vorderen Teil vor dem Schlafzimmer und der Küche eine Steigung drin hatte. Oder aber das Kämmerchen von Tädi, ganz oben im Haus, wo er soviele Erinnerungen an den Krieg und an seine Aktivdienstzeit aufbewahrte und uns immer wieder Bilder und Gegenstände zeigte und erklärte. Wir haben als Kinder Stunden bei ihm verbracht und die alten Geschichten aufgesogen. Leider hat fast nichts von den Sachen da oben den Hausbrand überlebt, und ich glaube das hat damals Tädi das Herz gebrochen. Nicht mal das Elternhaus, das er in jener Nacht verlor, sondern die schwindenden Erinnerungen, die dann unwiederbringlich weg waren…

Ich denke sie hatten es gut, meine Grosseltern. Sie mussten viel arbeiten, hatten es sicher sehr streng und auch die Pflege der lang kranken Schwiegereltern war für meine Grossmutter nicht leicht. (Tädi hat mir später immer wieder gesagt, seine Eltern seien sehr böse gewesen) Aber ich glaube, die beiden hatten es gut miteinander. Mein Grossvater war der liebste Mensch, den ich auf Erden kannte, er konnte wirklich keiner Fliege etwas zuleide tun. (Mein Onkel hat mir an der Beerdigung eine Geschichte erzählt, wie seine Lehrerin, eine Ordensschwester, nach Hause telefoniert habe um mitzuteilen, dass der Sohn so gar nicht folgen wolle und das man da hart durchgreifen solle. Mueti habe dann dem Tädi gesagt, dass er meinen Onkel züchtigen soll. Er hat ihm dann auf dem Schoss auf den Po geschlagen, aber dabei mehr geweint als mein Onkel… Das war glaub das einzige Mal, dass er jemanden geschlagen hat. Und das war in der damaligen Zeit ja schon gang und gäbe.)

Sie konnte lange Zeit noch auf dem Hof leben. Der Einzug ins neue Haus nach dem Brand, haben die beiden noch gemeinsam gemacht. Tädi hat sich aber glaub nie mehr richtig zuhause gefühlt und starb dann schon bald. Von da an war Mueti ein bisschen einsam. Sie war zwar viel bei meinen Eltern und bekam auch immer wieder Besuch, aber die Demenz nahm ihr eine Menge weg. Sie wurde immer verwirrter und irgendwann ging es einfach nicht mehr Zuhause. Das wäre pflegerisch von meinem Mami nicht mehr zu stemmen gewesen. Sie durfte dann noch ein Jahr zu meinem Onkel ins Tessin, aber das war wohl auch sehr entwurzelnd.

Den Umzug ins Pflegeheim hat sie dann nie wirklich akzeptieren können. Bei jedem Besuch wollte sie wieder nach Hause in den Inkenberg. Mir hat es jedes Mal das Herz gebrochen, sie da zurück zu lassen. Obwohl die Pflegerinnen sich wirklich alle Mühe gaben und sie dort wirklich gut aufgehoben war.

So bin ich wirklich froh, durfte sie nun einschlafen konnte und ich hoffe, dass sie da, wo sie nun ist auch wieder bei Tädi ist und es ihr gut geht!

Weihnachtsgeschenke

Alain hatte dieses Jahr einfach keine Wünsche fürs Christkind, ich war so verzweifelt, dass ich mich entschied im Socken zu schenken, da er mal gesagt hatte, farbige Socken finde er cool.

Am 23. Dezember am Abend, bekam er eine SMS von einem Arbeitskollegen, der auch eine Carrerabahn besitzt, dass dieser einen Dyson Handstaubsauger habe um die Schienen zu reinigen. Und da meinte er, das wäre doch ein prima Geschenk.

am 23. Dezember am Abend!

puh!

Am 24. Dezember waren wir alle noch kurz im EKZ um das Fleisch fürs Chinoise zu holen. Alain hat sich dann glücklicherweise von sich aus zur Verfügung mit den Jungs im Migrosrestaurant einen Kaffee trinken zu gehen, während die Tochter mit mir das Fleisch abholt. So sind wir beide noch husch husch ins Melectronic-Geschäft gehuscht und ich habe den Staubsauger gekauft und dann im Auto so gut es geht versteckt. Glücklicherweise hatten wir beim Bäcker noch eine grosse Torte für den Geburtstag meines Vaters bestellt und jemand musste diese während der Fahrt und nachher auch nach Hause tragen und konnte so keinen Blick in den Kofferraum werfen. So fand der Staubsauger seinen Weg unter den Christbaum, während Alain seinem Göttibub zum Geburtstag gratulierte.

er hat sich dann wirklich gefreut, neben den “coolen” Socken auch noch etwas anderes unter dem Christbaum zu haben…

Ich bekam auch noch zwei Überraschungsgeschenke. Zum einen bin ich nun stolze Besitzerin eines Carreraautos für die Rennbahn und dann gab es noch eine andere Kiste. da drin befand sich viel Holz, sehr viel Holz 🙂 ein sehr cooles Feuerwehrauto als Bausatz!

Ich habe damit nun begonnen und bin schon eine ganze Weile dran. das Teil ist megacool, ab er auch sehr, sehr difficil.

langsam nimmt das Fahrzeug Form an. Das Coole daran ist, es sit voll  funktionstüchtig. Das Fahrzeug lässt sich aufziehen und per Hebel vorwärts oder rückwärts fahren lassen. Ich bin ja sehr gespannt, was es mir doch für Funktionalitäten bietet.

Tagebuch unserer Kinder