die kleine Madame

Gestern als ich die beiden in der Krippe abholen wollte, kam mir schon von weitem Pascal entgegen und meinte, Liliane wolle noch nicht nach Hause. Und da kam sie mir auch schon entgegen gesprungen, in mehrere Schichten Kleider eingehüllt und geschminkt.

“Mami, ich chan noni hei cho, ich und de Gabriele wänd zerscht no hürate”

(Mami ich kann noch nicht nach Hause kommen, Gabriele und ich wollen erst noch heiraten)

“üs fählt aber no d’Musig, die müemer zerscht no finde”

(uns fehlt aber noch die Musik, die müssen wir erst noch finden.)

Auf meine Frage hin, wir müssten aber in fünf Minuten los, ob denn das noch reiche. meinte sie:

“Ja klar. das gaht nöd eso lang. Aber mier chönd das nöd uf nöchste Wuche verschiebe, will suscht vergissis dänn no, und dänn wär de Gabriele trurig.”

(Ja klar, das dauert nicht lange. Aber wir können das nicht auf nächste woche verschieben, da ich es sonst vergesse und Gabriele dann sehr traurig wär.)

 

 

3 thoughts on “die kleine Madame”

  1. Und ich habe immer noch ein schlechtes Gewissen wegen des verschmähten Kusses (Fremdschämen für den eigenen Sohn..). Dabei hat sie bereits einen anderen geheiratet!

  2. Der Gabriele lasse sich auch nicht küssen, meinte unsere Kleine dazu. Es habe sich halt gerade so ergeben, aber das kleine Manndli sei trotzdem ihr bester Freund. Ihn habe sie noch viel lieber als den Ehemann.
    (Sie fängt ja schon früh an, sich mehrere Optionen frei zu halten)

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.