Stillen vs Flasche

Diesen Blogeintrag wollte ich schon seit längerem mal schreiben. Und da hier gerade ein ähnliches Thema behandelt wurde, habe ich mich nun endlich dazu aufgerafft ein paar Zeilen zu schreiben.
Bei Liliane habe ich das Stillen schon nach kurzer Zeit aufgegeben, da sie an der Brust einfach nicht trinken wollte und das ewige Abpumpen an meinen Nerven zerrte. Am Anfang habe ich es sehr bedauert. Denn ich hatte mir vorher gar nie Gedanken darüber gemacht, dass es evt. mit dem Stillen nicht klappen könnte. Es war für mich das Selbstverständlichste das ich dann stillen würde. Und ich hatte auch immer das Gefühl mich erklären zu müssen, wenn ich Liliane den Schoppen gab.
So nach und nach wurde mir jedoch bewusst, dass das Schoppengeben auch sehr grosse Vorteile mit sich bringt. Es ist zwar sehr teuer, aber man ist flexibler. Die erste Zeit mit Liliane war sehr, sehr streng und hat an unseren Nerven gezerrt. So war es doch immer wieder praktisch, wenn man in der Nacht abwechseln konnte. So kam jeder zu etwas mehr Schlaf. Auch des Auswärtsbetreuen war von Anfang an sehr einfach. So war es an unserer Hochzeit (Liliane war da 8 Wochen alt) sehr leicht, Liliane bei einer guten Kollegin zu lassen.
Auch die Eingewöhung in die Kinderkrippe ist mit Schoppennahrung sehr leicht.
Ein Nachteil, wie schon gesagt, ist der Preis. Das Milchpulver kostet eine kleines Vermögen. Vorallem da man ja unbedingt das Gefühl hat, man müsse HA-Nahrung geben. Ein weiterer Nachteil ist das Geschleppe. Man muss unterwegs immer alles dabei haben. So hatten wir immer Fläschchen, heisses und kaltes, abgekochtes Wasser und Milchpulver dabei.

Bei Pascal stille ich nun seit mehr als zwei Wochen voll. Und bisher scheint meine Milch zu reichen. Pascal nimmt gut zu. Der Stillrhythmus lässt jedoch stark zu wünschen übrig. Er trinkt sehr hastig und verschluckt sich viel. Da kommt eine Menge Luft mit. und die stört ich dann nachher. Ohne Bäuerchen ist an ein Weitertrinken nicht mehr zu denken. Und dieses Bäuerchen lässt halt oft auf sich warten. So hat er dann oft nicht genug getrunken und hat nach einer Stunde schon wieder Hunger. Das ist bei einem zweiten Kind sehr mühsam, da das erste so immer das Gefühl hat es komme zu kurz. Ich hoffe jetzt einfach, dass das noch besser wird. Denn können täte er es ja. Das zeigt er uns in der Nacht, wo er schon Stillpausen von bis zu sieben Stunden schafft.

Da trinkt er um einiges ruhiger. Es ist sehr angenehm nachts den Kleinen aus dem Stubenwagen heben, kurz stillen und dann weiterschlafen. Nichts mit Aufstehen und Schoppen anmachen.

Auch unterwegs ist es sehr praktisch. Man hat immer alles dabei und muss nicht schon beim Weggehen überlegen, wie lange man dann weg sein wird. Ich kann mich ganz spontan noch zu einem Kaffee einladen lassen oder irgendwo zum Abendessen bleiben.

Das Mühsame waren die Br*ust*war*zen, die doch zu Beginn sehr stark schmerzen. Auch eine Brustentzündung tut sehr weh und möchte ich nicht noch einmal haben. Dann war ich ja noch krank. Da hätte ich viel dafür gegeben, wenn ich den Kleinen zum Trinken abgeben könnte.

Mein  Fazit bisher: Es hat beides seine Vor- und Nachteile.  Jetzt warten wir mal ab, wie es ab Mitte Oktober mit der Kinderkrippe klappt. Und dann schauen wir weiter. Der Vorteil beim zweiten Kind ist, dass man sich nicht mehr so aufs Stillen versteift. Solange es klappt ist es ok, falls es aber nicht besser wird, können wir immer noch auf den Schoppen umstellen.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.