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Eigentlich…

…wollte die Nachbarin nur fragen, ob Junior eine Jacke ihres Sohnes nachtragen möchte (was dieser immer liebender tut). Aber da der Kleintje da gerade eine ziemliche Krise schob und ich wohl etwas müde und gestresst aussah, hat sie kurzerhand alle drei Kinder mitgenommen um den neuen Dorfspielplatz, der heute offiziell eröffnet wurde, zu erkunden.

Ich war sehr, sehr dankbar um die Stunde Ruhe. Ich bin so dankbar um dieses Quartier, wo man einander hilft und zueinander schaut.

(Wir mussten dann den neuen Spielplatz am nächsten Tag auch noch mal anschauen gehen. denn es hat eine lange, geschlossene Rutschbahn, die bei Dunkelheit wohl eher “gfürchig” ist. Der neue Spielplatz ist toll, gut durchdacht und abwechslungsreich. Es hat für jede Altersgruppe etwas zu entdecken und schliesst nun endlich eine Lücke im Dorfleben.  Ich finde es toll, dass wir endlich auch einen schönen “Dorfspielplatz” haben)

gorgeous, amazing, lovely but also very cold and windy – Chicago the windy city

Auf meinen 40igsten Geburtstag habe ich von meinen Eltern eine Woche Zeit geschenkt bekommen. Sie nehmen für eine ganze Woche unsere drei Kinder und Alain und ich dürfen verreisen.

Schnell war klar, dass das meine Chance wäre, endlich Chicago auf meiner To-Go-Liste abzuhaken. Alain war schnell mit von der Partie und so ging es am 19. April los in Richtung Westen.

Der Flug hat mir im Vorfeld sehr viel nervöses Magenflattern bereitet, ging aber dann doch recht gut. Was aber sicher auch daran lag, dass wir dank Alain in die VIP-Lounge am Flughafen konnten.

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Wir kamen bei strömendem Regen an und waren ziemlich durchnässt bis wir im Hotel ankamen. Erst galt es aber am Flughafen den Bluelinetrain zu finden, der uns in die City bringen würde. Das war gar nicht so leicht, aber eine nette (darauf komme ich noch) Angestellte hat uns weiterhelfen können. Das Laden der Bahnkarten  hat auch gleich geklappt, hier wieder die freundliche Frage eines Mitarbeiters, ob er uns helfen könne, und so ging es am späten Nachmittag ab in die Stadt.

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Den ersten Abend mussten wir ein wenig durchbeissen, damit wir nicht zu früh schlafen gingen. Aber dank einem Burger zum Nacht liess sich das gut überstehen.

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Wir haben bis auf einen Missgriff beim Frühstück immer ganz wunderbar gegessen. Es gibt in Chicago ca. 7000 Restaurants, und wir hatten wirklich immer etwas gutes ausgewählt.

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Wettertechnisch war es kalt, sehr kalt und die ersten Tage auch sehr, sehr windig. Die Stadt trägt wohl nicht ohne Grund den Übernamen “windy city”.

IMG_4063Unsere Tage liessen wir sehr ruhig angehen. Morgens haben wir uns erstmal was zum Frühstücken gesucht und uns dann überlegt auf was wir Lust haben. Es gab soviel zu sehen und zu entdecken. Wir sind in der City sehr viel zu Fuss unterwegs gewesen, haben aber auch immer wieder die Hochbahnen oder U-Bahnen genutzt.

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Für den zweiten Abend hatten wir uns Tickets für ein Playoff-Match der Chicago-Bulls organisiert. Das hat sich sehr gelohnt. Es war bombastisch das grosse volle United Center Stadion (25’000 Zuschauer) zu erleben. Und dann die ganze Show, mal abgesehen vom Match, der natürlich auch sehr spannend war. Jedes Timeout, jede Pause ist gefüllt mit Unterhaltung. Seien es die Cheerleader, die Senior-Cheerleader, eine Akrobatiktruppe, ein Zauberer und natürlich Benny das Maskottchen die alles gaben, um uns zu unterhalten.

IMG_8363Einmal haben wir einen Abstecher in die Vorstadt gemacht und konnten so mal ein ganz anderes Chicago erleben.

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Ein anderes Mal sind wir ins Oak-Park-Quartier gefahren, wo es viele Bauten von Frank Lloyd Wright und auch sonst jede Menge schöner Stadthäuser zu bestaunen gab. Auch das Geburtshaus von Ernest Hemingway befindet sich dort.

IMG_4207Dann waren wir natürlich auch in der Höhe. Einmal waren wir gegen Abend auf dem WillisTower (ehemals Sears-Building) und dann auch im 96th Floor des Hancock-Towers.

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Schopping kam auch nicht zu kurz. Ich konnte mich richtig austoben. Meine Kleidergrösse ist in Amerika in den gängigen Läden die zweit- oder drittkleinste, das motiviert doch sehr 🙂 ! am Schluss musste Alain beim Packen ziemlich strategisch vorgehen, damit alle unsere Einkäufe im Koffer Platz hatten.

Sehr fasziniert war ich auch ab der Freundlichkeit der Bevölkerung. Uns wurde immer sofort ganz freundlich geholfen oder Auskunft gegeben. Das hat mich sehr überrascht. Manchmal war ich ab der doch sehr enthusiastischen Ausdruckswiese fast etwas verunsichert, aber die sind wohl wirklich einfach nur sehr, sehr freundlich und hilfsbereit.

Es war eine tolle Woche. Wir hatten ein kleines schlechtes Gewissen, dass wir die Kinder so gar nicht vermisst hatten. Wir haben schon an sie gedacht, aber einfach unsere gemeinsame Zeit so sehr genossen. Bis auf den einen Tag, von dem Alain sagt, ich sei schlecht gelaunt gewesen, hatten wir es immer ganz friedlich und entspannt. Wir konnten neben gutem Essen, viel Erleben auch ganz viel Nachschlafen, was uns riesig gut getan hat.

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Die Kinder hatten es derweil auch ganz toll. Junior meinte, sie hätten uns nicht wirklich vermisst, aber es wäre schon schön, dass wir nun wieder da seien. Da es gleich schon am nächsten Tag wieder voll losging mit Schule, Kindergarten, Arbeiten und Alltag, war der Jetlag nach zwei Tagen auch schon überstanden.

wer alle Bilder auf Flickr ansehen will, folge einfach diesem Link.

Ein riesengrosses Dankeschön an meine Eltern! das war das allerbeste Geburtstagsgeschenk, das ich je erhalten habe!!! Danke auch an Alains Bruder und Schwägerin für Bringen an den Flughafen, an meine Geschwister, die sich rührend um die Kinder gekümmert haben, meine Schwester, die uns überraschend am Flughafen abholte und an alle, die zum Gelingen dieser Ferien mitgeholfen haben!!! Danke <3

7 Jahre

das verflixte siebente Jahr haben wir überstanden! Wer hätte vor sieben Jahren gedacht, dass wir jetzt zu fünft sein werden. Da sprachen wir ja noch von einem Einzelkind 😉

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Wir haben viel erlebt die letzten sieben Jahre. Drei Kinder beleben unseren Alltag und halten uns auf Trab. Wir sind mit Sack und Pack umgezogen und haben uns gut eingelebt an unserem neuen Wohnort. Unsere Ferien waren allesamt schön und mit jedem Jahr wurde das Auto voller beim Packen. Die schönsten Ferien waren wohl die vier Wochen im Norden. Aber auch Barcelona, Innsbruck, Vnà, Grindelwald, Montfaucon, ein paar Mal Lenzerheide, mehrere Male Tessin, Urnäsch, Achensee und Lantsch waren toll. Aber nicht nur die Ferien sind schön, auch unsere mittlerweile recht gut klappender Alltagstrott und die immer wieder viel zu kurzen Wochenenden geniesse ich an Deiner Seite.

Es gab sehr, sehr anstrengende Zeiten, wo wenig Schlaf und endlose Tage sich die Klinke reichten. Sei es als die Kinder noch ganz klein waren und wir uns erst aneinander gewöhnen mussten oder immer dann wenn einer oder gar fast alle krank waren. Aber gemeinsam schaffen wir jede Hürde. Uns wenn nicht, haben wir gottseidank liebe Menschen um uns, die uns helfend zur Hand gehen.

Wir kennen uns nun schon ein halbes Leben und können uns immer auf den anderen verlassen. Trotzdem überrascht Du mich immer mal wieder mit neuen Ideen und Ansichten.  Ich musste zum Beispiel lernen, dass Du sehr wohl auch auf der rechten Skiliftseite fahren willst 😉

Im Moment fehlt uns ein wenig die Zeit miteinander. Immer sind da drei quirlige, plaudernde ums Aufmerksamkeit heischende kleine Menschen um uns. Und bis deren Bedürfnisse jeweils befriedigt sind, sinken wir beide dann oft schon todmüde nebeneinander ins Bett. Aber sie werden ja schnell grösser und selbstständiger und schon bald haben wir dann wieder mehr Zeit nur für uns.

Ich war die letzten Tage eine ziemlich unausstehliche Ehefrau. Die vielen schlaflosen Nächte zehrten stark an meinen Nerven. Ich werde dann jeweils sehr empfindlich, bin schnell genervt und kann ziemlich zicken. Du findest das zwar nicht so toll, aber liebst mich trotzdem. danke!

Alain, ich bereue keine Minute, dass ich mich damals vor 8 Jahren vom aufdringlichen Kellner nicht davon abbringen liess und ja sagte, als Du mich völlig aus der Fassung brachtest und mich fragtest, ob ich Dich heiraten wolle.

Ich liebe Dich Andrea

 

they did it

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herzliche Gratulation!!! wir freuen uns riesig über unser neues offizielles Familienmitglied. Herzlich Willkommen in unserer etwas schrulligen aber trotzdem reizenden Familie, lieber Herr Schwager!

Wir freuen uns schon auf die grosse Feier im August. Die Kleider sind bereit, die Wunschfrisuren bestimmt, das Ringmädchen schon gewaltig nervös und die Blumenjungs (bzw. Zältlijungs) haben ihre Körbchen parat und wissen, dass sie die Leute nicht bewerfen dürfen.

Unbedingt Festhalten für später

das Geräusch das tapsende Barfusskinderfüsse in der Ruhe der Nacht machen.
Wie es tönt wenn drei Kinder gemeinsam lachen und kichern.
Wie schön es ist, morgens von einem gut gelaunten Kleintje angestrahlt zu werden
Wenn Junior ganz überzeugt sagt: “Mami, die hesch megafein kochet!”
Wenn die Tochter jede freie Minute an ihrem Webrahmen sitzt und sogar morgens früher aufsteht, damit es noch zum Weben reicht.
Wenn Junior nach einer ziemlich heftigen Auseinandersetzung mit mir ganz nah zu mir kommt und mir sagt, ich sei aber immer noch sein bester Freund. Das könne gar nichts ändern und das bleibe für immer.
Wie der Kleintje sich mitten in eine Pfütze setzte und mit den Händen darin herumspritzte nachdem er vorher schon ganz wacklig immer mit einem Bein darinherumstampfte.
Wie Junior ganz stolz auf seinem Fahrrad vor mir herfährt und ohne Gangschaltung ziemlich strampeln muss.
Wie die Tochter manchmal riesig stolz ist auf ihre beiden Brüder.
Wie der Kleintje mit vollem körpereinsatz Fussball spielt.
Wie Junior plötzlich entdeckt, dass er Tomaten ja doch gerne mag.
Wie die Tochter ganz stolz und achso selbstständig mit meiner Schwester ins Tessin fährt.
Wie die Jungs am Morgen auf Alain rumturnen, während die Tochter lieber mit ihm kuscheln möchte.
Wie Junior schon zigmal das allerletzte Mal um einen Milchschoppen bat.
Wie die Tochter kichernd mit ihren Kindergartenfreundinnen am Haus vorbeiläuft.
Wie stolz Junior der Spielgruppenleiterin erklärt, dass wir immer mit dem Velo kommen, wenn es nicht zu stark regnet.
Wie die Jungs mit Alain vor dem Eingang Fussball spielen.
Wie die Tochter jeweils ihr Glacé geniesst.