Category Archives: Aerger

Abende wie diese…

…wo ich hundemüde ins Bett falle, obwohl ich doch eigentlich noch an der Buchhaltung zu arbeiten hätte. Das Wohnzimmer sieht auch noch immer aus, wie wenn da zehn Kinder hausen. Geschweige denn der Wintergarten, der noch immer Zeuge der gestrigen Badepartie der Kinder ist. Flügeli, Wasserbälle und anderes Wasserspielzeug teilt sich den Platz mit den zum Trocknen über die Stuhllehnen gehängten Badetüchern und Badehosen.

Zumindet die Küche ist aufgeräumt, dem Mann sei Dank und die Badezimmer sind auch mal wieder gereinigt.

Ich hatte mir vorgenommen, am Abend etwas mehr Zeit für die Kinder zu haben. Abends sich bei jedem noch hinsetzen und über den Tag reden. Mir die Sorgen und Nöte und aber auch das Gefreute anhören. Faktisch bin ich einfach nur froh, wenn sie im Bett sind und schlafen, denn schon bald wird der Kleinste wieder nach mir rufen und ich werde im Halbschlaf versuchen seine Träume zu verjagen, ihm ein wenig über den Kopf streichen, notfalls einen Schoppen machen oder ihn dann gleich zu mir ins Bett holen.

Am Tag habe ich oft nicht die Zeit wirklich jedem richtig zuzuhören. Denn wenn die Tochter mir etwas erzählen will, ruft meist schon einer der beiden Jungs, weil er vielleicht auf der Toilette sitzt oder sich irgendwo gestossen hat…

Es wäre so schön, jedem Kind mehr Zeit zu widmen. Mit der Tochter mal wieder etwas basteln, Junior bei seinen coolen Legokonstruktionen helfen oder dem Kleintje zuhören wenn er mit den Duplo-Männdli spielt oder ihm bei einem Puzzle helfen. Aber in Wirklichkeit bin ich jedesmal froh, wenn sie sich miteinander oder für sich beschäftigen und ich wieder etwas im Haushalt abarbeiten kann. Auch wenn es meist nachher wieder aussieht wie wenn eine Bombe eingeschlagen hat. Sie lieben es im Moment Hütten zu bauen und dann fast das gesamte Spielzeug da rein zu schleppen.

Und dann wäre es doch einfach auch mal wieder schön, Zeit für mich zu haben. Ein Buch zu lesen oder in Ruhe etwas zu nähen. Oder einfach Zeit ganz in Ruhe mit meinem Mann zu verbringen, ohne dass jemand dauernd dazwischen quatscht oder ein Stapel Wäsche zwischen uns liegt (obwohl ich unsere gemeinsamen Wäschefaltabende auch sehr schätze). Es bleibt einfach immer so viel Arbeit liegen. Und auch wenn ich am Abend nicht mehr die Energie habe, die Arbeit fertig zu machen, es bleibt die Gewissheit, dass da noch viel Unerledigtes herumliegt und das lässt mich nicht entspannen.

Meine Wochenende sind meist geprägt von Sachen erledigen, da der Mann mir Zeit verschafft. Ich weiss, dass ich mir mehr Zeit für mich nehmen sollte. Dass ich das brauche, aber das geht so schlecht, wenn ich all die Berge dauernd sehe. So wusle ich dann die ganze Zeit schlecht gelaunt rum und erledige halbherzig all die Sachen.

Wie löse ich das Dilemma? Auf lange Zeit stehe ich das so nicht durch.

Ich muss mir wohl einfach vornehmen, die unerledigten nicht so wichtigen Dinge liegen zu lassen. Es zuzulassen, dass ein Chaos herrscht, wenn jemand zu Besuch kommt. Die Betten auch mal ungemacht zu lassen, obwohl ich den ganzen Tag zuhause bin. Die Wäsche halt noch ein, zwei Tage länger an der Leine lassen, vielleicht entwickeln wir ja irgendwann ein System und kleiden uns alle in der Waschküche an 🙂

Ich muss mich, unsere Beziehung und die Kinder wieder wichtiger nehmen als den Haushalt.

Kleintje-Gehabe

K: Mami, Hunger! Jogurt?

M: ja klar, chum id Chuchi

K: nei, ned chuchi cho, da ässe!

M: nei im Spielzimmer ässed mer nöd

K: (theatralisches auf der Stelle zu
Bodenfallenlassen und weinen)

M: wotsch doch e keis Jogurt?

K: doch

M: also, gömmer id Chuchi?

K: nei, Gaggi gmacht!

M: also chum de gömmer zerscht gos Windeli wächsle

K: nei! (konzentriert sich ganz plötzlich auf vor ihm liegende Spielsachen)

M:hesch demfall doch ei kei Hunger?

K: ich kei  Jogurt ässe! ned Windeli wächsle!

M: Also, de gang ich jetzt zerscht i d’Wöschchuchi. Ich chomme denn grad wieder

K: nei ned Wöschchuchi! Windeli wächsle!

M: guet, de chum zum Wickeltisch!

K: nei ned Windeliwächsle

……

…Stunden später, mittlerweile sind die Windeln gewechselt und wir sind in der Küche…

M: also, welles Jogurt wilsch?

K: ich sälber use näh!

M: ok, also lueg es hätt die da (zieht die Schublade mit den Jogurts raus)

K: nei ich sälber usezie!

M: Ach, Kleintje! (schiebt die Schublade wieder rein)

K: das ha (zeigt auf den Salami im Fleischfach)

M: nei, jetzt gits kei Salami

K: Schoggi ha!!! (mit weinerlicher Stimme, kurz vor dem verhungern)

M: es Schoggi-jogurt wötsch?

K: nei Schoggi ha!

M: jetzt gits kei Schoggi!

K: (theatralisches auf der Stelle zu
Bodenfallenlassen und weinen)

M: (macht den Kühlschrank wieder zu) de wotsch idemfall keis Jogurt?

K: doch jogurt ha!

M: (macht den Kühlschrank wieder auf) also lies eis us!

K: (nimmt sich zwei jogurts raus) will beidi!

M: nei Kleintje, Du magsch ned beidi.

K: doch!

M: (langsam aber sicher genervt) also denn nimmsch halt beidi, aber die wärded gässe!

K: (schiebt seinen Stuhl zur Besteckschublade) sälber Löffel!

M: ok

K: (kommt mit rotem Löffel (immer) zum Tisch)

M: (will ihm einen Latz umbinden)

K: nei kei Lädi!

M: doch ohni Lädi wird dis Tshirt ganz dräckig

K: nei! (heftiges Kopfschütteln)

M: doch!

K: (wirft eines der beiden Jogurts zu Boden, welches sich nun auf verschiedenen Oberflächen verteilt)

M: (mittlerweile sehr genervt!) Kleintje!, de gasch Du demfall besser wieder abe! (hebt den Kleintje zu Boden)

K: nei!! Jogurt ässe! (theatralisches auf der Stelle zu
Bodenfallenlassen und weinen)

M: (putzt das Jogurt am Boden und an den Fronten ab)

K: (steigt wieder auf seinen Stuhl) Lädi alägge!

M: (bindet ihm den Latz um und beginnt das übriggebliebene Jogurt zu öffnen)

K: sälber!

M: (gibt ihm das Jogurt zum Fertigöffnen)

K: (isst sein Jogurt)

zu Besuch bei Ramona und Dani

Wir wollten natürlich das kleine Baby von Ramona und Dani noch begrüssen. Und so liessen wir uns noch so gerne zum Zmittag einladen.

Die kleine Bohne ist ja so süss. Die Kinder waren sehr fasziniert und auch der Kleintje wollte sie immer mal wieder streicheln oder Ihr Spielzeug bringen.

DSCF3622

Wir hatten einen ganz entspannten friedlichen Mittag bei Euch, merci vielmal. Ich hoffe unsere stürmische laute Bande hat Euch nicht komplett überrollt.

DSCF3620 DSCF3632

Alain hat das Rennvelo mitgenommen und wollte von Bassersdorf über Rapperswil und Raten nach Hause fahren, während ich mit dem Kindern mit dem Auto nach Hause fuhr.
Leider hatte es zwei Unfälle im Gubrist gegeben und wir standen zwei Stunden im Stau. Ich hatte ja schon Panik, dass das ziemlich schlimm werden würde. Denn der Kleintje war wach und es war ziemlich heiss. Aber es klappte ganz toll. Den Kleintje haben wir mit Lastwagen beobachten unterhalten, Junior hat mit meinem Iphone gespielt und die Kleine Madame hat lauthals mit den Kinderlieder-CDs (die ich glücklicherweise eingepackt hatte) mitgesungen.
Es musste keines der Kinder dringend aufs WC, Trinkflaschen hatten wir glücklicherweise eingepackt und ein paar Blevitas fanden sich auch noch im Handschuhfach.
Wir kamen kurze Zeit vor dem Papi nach Hause. und waren fast so ko wie er;-)

Jammercontent über Überforderung und Müdigkeit…

Im unserem Blog ist es eher ruhig im Moment, ganz im Gegensatz zum Alltag. Hier geht es drunter und drüber. Soviel will organisiert und erledigt werden.
Nächste Woche beginnen die Schulferien und für beide Grossen beginnt nach den Schulferien ein neuer Abschnitt. Es werden Abschiede gefeiert, Abschiedsgeschenke überreicht, die Sachen aus Kindergarten und Kinderkrippe nach Hause gebracht. Die Betreuung während der Schulferien an meinen Arbeitstagen will organisiert sein.
Dann stehen auch noch zwei Geburtstage an, die organisiert und geplant werden wollen. Die Kinder feiern im Kindergarten, in der Spielgruppe, in der Kinderkrippe und dann die zwei Kinderfeiern und die Feier für beide mit Paten und Verwandtschaft. Alle sind zu planen und wir wissen weder was es zu essen geben wird, noch welche Spiele wir spielen werden. Uff
Ganz abgesehen von den Geschenkideen für alle, denn die Kinder haben schon soviel und wir möchten, dass sie etwas Sinnvolles geschenkt bekommen an dem sie dann richtig Freude haben. (ohne dass unser Spielzimmer aus allen Nähten platzt).

Und dann ist halt immer noch der ganz normal Alltag, der uns kaum Luftholen lässt. Jede Woche liegen Wäscheberge vor mir, die gewaschen, aufgehängt, zusammengelegt und versorgt werden wollen. Das Zusammenfalten machen Alain und ich meist am Montag abend gemeinsam, dann geht es leichter und schneller.
Der Kleintje schläft immer mal wieder sehr schlecht und lässt uns die Nacht nicht schlafen. Der Pavor Nocturnus hält uns wach, meist trägt Alain den Kleintje dann solange beruhigend rum, bis er weider zu sich kommt. Aber am Morgen sind wir beide oft sehr müde.
Im Moment habe ich auch das Gefühl ständig hinter den Kindern herzuräumen, kaum ist eine Ecke aufgeräumt beginnt das Chaos in der anderen Ecke von Neuem. Und es ist nicht so, dass ich da sehr pingelig wäre, aber so ein bisschen Grundordnung muss einfach zwischendurch sein, sonst werde ich extrem unruhig und fühle mich nicht mehr wohl.
Sind wir zu zweit zuhause, sprich am Abend und am Wochenende, kann vieles viel besser aufgefangen werden und es können kleine Freiräume geschaffen werden. Das hilft! Zu zweit fällt vieles leichter. und auch die Grosseltern, Nachbarn und Verwandten sind immer mal wieder eine Riesenhilfe. Die Grosseltern springen immer wieder für Extrabetreuungen ein. Wenn die Geschwsiter beispielsweise nicht an den Besuchstag des Kindergartens mitgebracht werden dürfen oder wenn Arzttermine anstehen…
Eine Riesenentlastung ist meine Putzfee, die jede zweite Woche alle Nasszellen und Boden reinigt. Putzen muss ich trotzdem immer mal wieder, vorallem staubsaugen, aber so ist wenigstens eine Grundreinigung immer gewährleistet.

Im August heiratet meine kleine Schwester, auf dieses Fest freuen wir uns alle schon riesig und wollen natürlich auch noch etwas zu einer schönen Feier beisteuern. Aber auch das braucht Zeit und Ideen.

Bei der vorletzten Eigentümerversammlung habe ich das Amt des Verwalters übernommen. Grundsätzlich ist das gut machbar, aber im Moment wird mir einfach alles zuviel. Ich habe fast keinen Abend mehr nur für mich und wenn dann bin ich meist so erschöpft, dass ich früh schlafen gehe. Ich hasse es, unerledigte Dinge vor mir her zu schieben. Das liegt mir dann irgendwann so auf dem Magen, dass ich sehr gestresst bin.

Und dann wären da noch so viele Projekte, die ich so gerne verwirklichen möchte, es sind so viele Babys zur Welt gekommen, die ich eigentlich gerne mit selbstgenähten Sachen beschenken würde, da wären schöne Schnittmuster mit Kleidern für meine Kinder, die ich gerne nähen würde oder dann mein neuestes Gadget ausprobieren würde.

Letzte Woche war ich an einem Abend so gestresst, dass ich mein Sichtfeld plötzlich stark eingeschränkt war. Ich hatte plötzlich einen Tunnelblick, der erst am nächsten Morgen wieder weg war.

Ich bin so einfach nicht richtig belastbar und immer ein wenig gereizt. Die Leidtragenden sind mein Mann und meine Kinder.
Ich weiss es wird besser, die Nächte werden irgendwann wieder besser, der Kleintje wird selbstständiger. Ich muss mich jetzt einfach da durchbeissen!
Ende Jammercontent!

Ohmmm!

Erst wollte ich das hier nicht notieren, aber ich glaube ich muss es einfach mal niederschreiben, denn dann wird es sicher schnell besser.

Pascal stolpert mal wieder über sich selber. Er verbockt sich immer wieder und kommt dann nicht mehr aus der verfahrenen Situation heraus.

Ich versuche es mal am heutigen Tag zu schildern.

Donnerstag ist Turntag, das heißt das Grossmueti kommt um halb neun und übernimmt den Kleintje damit ich mit Pascal ins Mukiturnen kann. Pascal freut sich immer sehr, wenn sie kommt und will dann eigentlich lieber bei ihr bleiben, statt mit mir zum Turnen zu gehen. Aber da er weiß, dass sie normalerweise dann zum Zmittag bleibt, klappt es dann doch gut mit Losgehen. Heute waren wir etwas spät dran, denn das Anziehen wollte heute gar nicht klappen, er meinte jammernd, er könne das nicht selber, ich müsse helfen. Ich hasse das, wenn er einfach so über mich bestimmt und mir meinen ja eh schon engen Zeitplan komplett über den Haufen wirft. Also habe ich ihm ein wenig geholfen, aber da waren die falschen Anziehsachen bereitgelegt und überhaupt, anziehen ist doof!

Der Weg ins Turnen verlief wunderbar, denn er konnte ja mit dem Trampivelo fahren und da ich ohne Nicolas unterwegs war, habe ich auch schnell mein Velo genommen. Das fand er dann natürlich toll!

In der Garderobe waren nur noch zwei andere Mütter, da wir ja sehr spät dran waren. Ich bat Pascal sich zu beeilen mit umziehen, aber ich hatte die falsche Jogginghose dabei. Das war Grund genug das Umziehen komplett zu verweigern. Mit viel Zureden und mit Mithilfe beim Abziehen klappte es dann aber doch noch (ausser dass niemand seine Unterhosen sehen darf und er sich in der Dusche umziehen will, aber natürlich nicht alleine…)

Also dann rein in die Turnhalle. Zum Turnen muss ich noch sagen, Turnen, Spielen, Klettern usw. findet Pascal toll, aber Singen, im Kreis sitzen oder Tanzen ganz, ganz schlimm.

Den Singkreis hatten wir heute schon mal verpasst und wir mussten nur noch ein paar Sachen aufstellen helfen. Alles lief prima, die Turnstunde war gut vorbereitet und Pascal konnte sich ziemlich austoben. Dann hatte er Durst. In der Turnhalle ist das Trinken verboten. Normalerweise habe ich eine Trinkflasche dabei und er kann nach der Turnstunde trinken. Heute war die Trinkflasche zu Hause geblieben. Ich machte ihm den Vorschlag in der Garderobe am Wasserhahnen einen Schluck zu trinken. Aber das wolle und könne er nicht, meinte er. Aber er habe soooooo Durst, er könne unmöglich weiterturnen. Auf meine Hilfe beim Trinken wollte er komplett verzichten. Fazit, der Rest der Stunde sass er schmollend am Rand.

Zuhause angekommen haben wir mit dem Grossmueti noch ein paar Spiele gespielt. Sie musste jedoch heute früher gehen, da sie noch abgemacht hatte.

Pascal wollte dann noch ein wenig draussen bleiben. Das Grossmueti machte mit ihm noch eine kleine Runde aber musste dann los. Ich konnte nicht raus, da Nicolas in seinem Bettchen eingeschlafen war. Er wollte unbedingt zu den Jungs auf den Parkplatz traute ich aber wohl nicht alleine. mmpf! Grosses Drama!

Er wollte dann nur noch Rumgetragen werden und ich hätte doch Kochen müssen!So gab es schlussendlich halt ein schnelles Mittag, denn zu mehr reichte es nicht mehr.

Am Nachmittag auf dem Weg ins Ballett kann er mit seinem Trottinett nicht auf der bevorzugten Seite des Kinderwagens fahren, weil es auf dem Trottoir zu eng war. Grosses Drama, kein Kompromiss möglich. er bleibt dann einfach stehen und bewegt sich keinen Meter mehr. Dass mich das stresst, brauche ich nicht zu erwähnen, oder?

Irgendwann ging es dann weiter, aber da ich ihn nun immer anstossen musste, war es etwas mühsam. Schliesslich file er auch noch hin und so war das Thema nebenher fahren auch gegessen. Irgendwie haben wir es dann doch noch ins Ballet geschafft und ich bin mit den Jungs auf den Spielplatz. Leider fiel Pascal beim möglichstschnell Kletternwollen vom Kletterbaum und schlug die die Lippe blutig. Nach längerem Trösten sind wir dann noch kurz in den Dorfladen einkaufen und haben dann Liliane abgeholt.

Zuhause dann wieder dasselbe Theater. Pascal wollte noch draussen spielen, aber nicht alleine. Liliane wollte rein. Ich konnte ihn überreden, dass ich in der Küche das Fenster aufmache und er mir immer rufen kann, wenn er mit dem Velo wieder eine Runde gemacht hatte. Das ging solange gut, wie ich in der Küche beschäftigt war. Dann musste ich in die Waschküche. Das war gar nicht gut.

Das Nachtessen haben wir dann überstanden, aber wohl nur, da nun Nicolas die ganze Zeit weinte und Pascal wohl merkte, dass er nun nicht auch noch jammern konnte.

Am Abend durften sie dann länger aufbleiben, da Alain am Abend aus Bratislava zurückkam und sie ihm noch hallo sagen durften. Er hat ihnen etwas mitgebracht. Pascal hat sich sehr über sein Geschenk gefreut, aber dann musste er vergleichen, ob er denn nun weniger bekommen habe als Liliane. (hat er nicht, aber er fand es trotzdem irgendwie ungerecht)

Es ist so harzig geworden im Moment. Mir sit klar, dass es wohl eifersüchtig auf Nicolas ist und nur seine Aufmerksamkeit will. Und ich versuche dem auch gerecht zu werden, aber ich hasse das Gejammer den ganzen Tag und habe oft einfach nicht die Nerven auf stundenlanges Gutzureden für ganz alltägliche Sachen.

Ich gehe dann mal wieder meine Gelassenheit suchen…ohmmm!

 

Maschinen gedrosselt

Statt unsere Ferien wie geplant im Tessin zu verbringen sind wir hier zu Hause. Alain hat sich schon vor NewYork sehr stark erkältet und als dann wieder zuhause das Fieber nicht nachlassen wollte, ging er zum Arzt, welcher ihm eine beginnende Lungenentzündung diagnostizierte. Es geht ihm wirklich ziemlich schlecht.

Gleichzeitig waren wir mit Nicolas noch beim Arzt, weil sein Husten auch immer schlimmer wurden und er nachts nicht mehr gut atmen konnte und oft vor lauter Husten erbrechen musste. Er hat wohl eine ausgewachsene Bronchitis und muss nun inhalieren (das ist jedesmal ein ziemlicher Kampf)

Jetzt versuchen wir die Zeit zu Hause gut rumzubringen und uns gegenseitig nicht zu fest auf die Nerven zu gehen. Denn mein Nervenkostüm ist sehr dünn, die vielen ziemlich schlaflosen Nächte der letzten Woche nagen an meiner Geduld und meiner Laune. Ich hoffe jetzt, dass es allen schnell besser geht und dass wir die zweite Ferienwoche trotzdem noch geniessen können, oder zumindest einen Teil davon.

das latente schlechte Gewissen

So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Die Sache mit den drei Kindern.

Denn langsam sind wir ein eingespieltes Team und wenn die Rädchen laufen, dann klappt eigentlich alles. Die Wohnung ist immer mal wieder aufgeräumt und sauber, wir haben frische gewaschene Kleider im Schrank, der Kühlschrank ist gefüllt und wir halten unsere Verabredungen und alle Kurse der Kinder ein.

Aber trotzdem ist es da, das schlechte Gewissen, irgendwie der Sache nicht gerecht zu werden. Mein Gefühl sagt mir, dass die beiden grossen Kinder zu kurz kommen. Es fehlt mir an Zeit aber auch an Geduld und Nerven um richtig auf sie eingehen zu können. Manchmal liege ich am Abend im Bett und denke, dass hätte ich heute besser machen sollen. Es bleiben mir die Momente des Tages in Erinnerung als ich im Gesicht meiner Kinder förmlich lesen konnte, dass es für sie nicht stimmt so.

Dabei haben wir viele schöne Momente, wenn wir spielen, basteln oder etwas unternehmen. Und sie wirken ja nicht unglücklich meine Kinder.

Problematisch wird es immer, wenn uns irgendwas dazwischen kommt. Wenn sich einer verletzt während ein anderer gerade eine Krise schiebt. Wenn sich die Berge mit Hausarbeit erheben, während die Kinder lieber mit mir spielen möchten oder Nicolas halt mal sehr weinerlich ist, während die Grossen etwas möchten. Oder ich an meinen beiden Arbeitstagen morgens zügig zur Arbeit möchte und die Kinder lieber noch spielen oder kuscheln möchten. Dass ist das Schlimmste, dann habe ich das Gefühl ich schiebe sie regelrecht ab, nur um pünktlich zu sein.

Aber auch an den drei Tagen zuhause beschleicht mich dieses Gefühl immer wieder. Ich würde mich manchmal gerne aufteilen um allem gerecht zu werden. Und dann kommt da noch diese Müdigkeit dazu, die nur Eltern von nicht durchschlafendenden Kindern kennen. Man fühlt sich am Morgen schon gerädert, hat aber dann noch einen ganzen Tag ohne Pause vor sich.

Ich nehme mir so oft vor, mehr Zeit mit Liliane zu verbringen, damit sie auch mal in Ruhe erzählen kann, was sie bewegt. Manchmal sitze ich am Abend noch ein wenig an ihrem Bett und wir reden noch ein bisschen. Aber manchmal bin ich am Abend genervt, weil vielleicht Nicolas gerade weint, wenn die Grossen ins Bett gehen, und ich nur noch eine kurzes Geschichte erzählen kann und sie dann ins Bett gehen ohne dass ich mir wirklich noch Zeit für sie nehmen konnte.

Das Schlimmste sind aber die Momente, wo ich die Nerven verliere und laut werde. Dann stellt es sich unmittelbar ein, das schlechte Gewissen. Oft entschuldige ich mich dann bei meinen Kindern aber trotzdem fühle ich mich nachher schlecht. Es ist zwar wirklich seltener geworden, mein Vorsatz trägt Früchte. Aber ob ich das jemals ganz schaffe?

Ich kann die Frauen gut verstehen, die aufgehört haben zu arbeiten. Es ist ein immer ein Spagat. Und manchmal frage ich mich, ob sich der Aufwand und die Kosten wirklich lohnen. Aber ich liebe meine Arbeit sosehr. Die zwei Tage tun mir gut und ich glaube ich wäre nicht die gleiche Mutter, wenn ich immer zuhause wäre. Mir würde der Ausgleich fehlen, trotz der ganzen Drumherumorganisiererei.

Ich muss mir wohl einfach Oasen schaffen. Damit jedes Kind mal was von mir hat. Mamazeit ohne das Drumherum. Wie macht ihr anderen Mütter das?

Nah dran, die Nerven zu verlieren

ich sitze auf dem Bett und weine, die Tränen wollen einfach nicht aufhören zu laufen. Die Hormone, ich weiss, aber das hilft mir jetzt leider wenig. So ein Weinkrampf hatte ich noch nie. Pascal sitzt neben mir und versucht mich zu trösten, aber das macht es nur noch schlimmer. Jetzt hoffe ich, dass das Aufschreiben hilft, denn in fünf Minuten kommen hier wieder die Handwerker.

Liliane hat eine Bronchitis. Sie hat gestern zu husten begonnen und ich habe mich heute entschieden zum Arzt zu gehen, da ich das Gefühl hatte es pfeift. Und mein Gefühl hat mich nicht getäuscht. Nun muss sie inhalieren. Liliane und Medikamente, das ist eine sehr verzwickte Sache.

Wir haben lange darüber geredet und haben uns entschieden, dass sie sich eine grosse Büchse Gummischleckzeug im Laden aussuchen darf und für jedes Mal inhalieren, dann etwas aussuchen darf. Soweit so gut.

Als es dann ans Inhalieren ging, begann die grosse Szene. Sie weint, ich versuche ihr gut zuzureden, dann erneutes Weinen ich versuche wieder gut zuzureden und so weiter und so fort. Dann beginnt sie zu schreien, sie wolle jetzt zu Papi, der mache das viel besser, als ich sage dann rufen wir Papi halt an, beginnt sie zu kreischen. Sie wird sehr schrill und extrem laut und am liebsten würde ich ihr eine Ohrfeige geben. Ich muss mich ganz enorm anstrengen nicht die Nerven zu verlieren und beginne selber zu schreien. Und dann kommt die Tränenflut bei mir. Nicht aufzuhalten. Das Gefühl sein Kind am liebsten zu schlagen ist dermassen beängstigend, dass ich nichts mehr anderes tun kann als auf mein Bett zu sitzen und zu weinen.

Und da sitze ich nun. weine immer noch. Diesen Post schreibe ich durch einen Tränenschleier. immer wieder unterbrochen durch einen erneuten Anfall.

Hilfe, das muss aufhören. Jetzt gehe ich mal föhnen, vielleicht hilft der Tipp von @ylvie ja 🙁

Nachtrag: Am Abend mit dem Papa hast geklappt. Der brauchte zwar auch viel Überzeugungsarbeit und die Drohung mit dem Spital, aber es hat funktioniert. und es war auch gar nicht schlimm, dass sie nach dem Insbettgehen sogar freiwilig nochmals inhaliert hat. (Ich fühle mich gerade ziemlich unfähig)