Im Widerspruch der Gefühle

Bei uns gibt es im Moment Abende, da werden unsere Nachbarn denken wir schlagen unser Kind.
Meist geht es dann schon beim Abendessen los. Eine Kleinigkeit, die nicht gerade so läuft, wie es sich unsere Kleine vorgestellt hat, lässt die Situation aus dem Ruder laufen. Meist für uns völlig unerwartet und nicht nachvollziehbar. Wenn wir dann nicht schnell genug reagieren und ihr den Teller wegnehmen, fliegt uns das Essen um die Ohren. Und dann ist es meist schon passiert. Sie schreit sich die Seele aus dem Leib und strampelt und tritt wie wild um sich.
Sie lässt sich nur noch ganz schwer beruhigen. Ich kann sie zwar in den Arm nehmen, aber sie weiss wohl selber nicht ob sie meine Nähe möchte oder doch lieber nicht. In der einen Sekunde schmiegt sie sich an mich, nur um mich in der nächsten Sekunde wieder von sich zu stossen.
Meist versuchen wir nach einer gewissen Zeit, sie ins Bett zu legen, da sie sich dort am wenigsten stossen kann. Aber das passt ihr natürlich auch nicht.
Nach einer halben Stunde (manchmal auch länger) scheint sie sich dann plötzlich zu beruhigen und reagiert wieder auf unsere Fragen und Vorschläge.

Wir sind dann meist nudelfertig und frustriert. Denn wir scheinen kein Mittel zu finden, sie in solchen Momenten wieder abzuholen.
Kennt Ihr das auch? Was macht Ihr in solchen Situationen? Ich möchte sie eigentlich nicht einfach so weinen lassen, aber wenn sie sich einfach nicht beruhigen lässt, bin ich dann irgendwann mit meinem Latein und ich auch mit meinen Kräften am Ende.

Das nennt man Trotzphase, oder? 😉

7 thoughts on “Im Widerspruch der Gefühle”

  1. Das kenne ich bestens, wenn die Kleinen schon ein bisschen Müde sind (vor allem Abends) braucht es überhaupt nicht viel und schon geht die Welt für sie unter. Ablenkung ist gefragt und wenn man Glück hat, ist schnell wieder alles gut, aber wenn man Pech hat, geht es den ganzen Abend so weiter.. Naja, irgendwann ist diese Phase ja zum Glück auch mal vorbei.

  2. Wie alt ist sie?! Klingt nach Zoe. Kann man nur aushalten. Geht vorbei. Nachkämmlinge haben das nie so extrem, wenn man schon ein solches Exemplar Kind sein eigen nennt, sagt meine Erfahrung.
    Geht gut vorbei. Bett super Sache, nicht durchdrehen und überleben! 😉

  3. @Kassiopeia: Sie ist 22 Monate alt. Ja, Du hast sicher recht. Es wird vorbeigehen.
    Bloss fehlt mir im Moment einfach die nötige Ruhe. Sehr unangenehm, wenn Dein Bauch vor Kontraktionen schmerzt und Du vercsuchen willst, die Ruhe selbst zu bleiben. Aber das kennst Du ja sicherlich auch 🙂

  4. Pingback: Souffleurlos
  5. Ist bei uns genau das gleiche. Vor allem Mittags und Abends beim Essen. Sobald ihm z.B. das Essen von der Gabel rutscht geht es los und ist dann fast nicht mehr zu beruhigen. Wir haben ihn nun schon 2-3 Mal ohne Mittagessen ins Bett gesteckt, weil er sich so reingesteigert hat. Im Bett geht es jedoch meist weiter, bis er erschöpft einschläft. Immer wieder schön zu hören, dass es anderen auch gleich geht 🙂

  6. yap. Trotzphase.. kennen wir.. sind in Monat 26, denk ich mal, und es bessert langsam: er verlangt jetzt schon selber nach seinem Hasen, seinem Nuggi und dem Bett, weil er weiss, dass er sich dort beruhigen wird. Da er Kind #2 ist, bin ich wohl ziemlich entspannt, trotz eigener “Umstände”.

  7. Hallo,
    ich bin hier zufällig reingestolpert und muss sagen, dass ich dieses Problem ebenfalls kenne.
    Bei uns ist es zwar nicht so exterm aber mind. genauso laut.
    Vielleicht schaust Du Dir den Film “Das glücklichste Kleinkind der Welt” von “Die Elternschule” bzw. Harvey Karp. (ich habe es bei Amazon gekauft)
    Da sind ein paar interessante Ansätze wie man bei solchen Schreianfällen vielleicht doch zu dem Kind durchdringt.
    Ich habe es noch nicht ausprobiert, da es bei uns (noch?) nicht nötig war, aber vielleicht hilft es Dir weiter.
    Ansonsten:
    Es geht vorbei, es ist nur eine Phase.
    Es geht vorbei, es ist nur eine Phase.
    Es geht vorbei, es ist nur eine Phase.
    Es geht vorbei, es ist nur eine Phase…..

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