Category Archives: Aerger

Wasser

Da kommt man nichtsahnend von der Spielgruppe nach Hause, als man irgendwo Wasser laufen hört.

Das war sowas von knapp, fünf Minuten später wäre das Wasser in die anderen Räume gelaufen…

dank der Hilfe von unserem Hauswart und dem Sanitär der schnell zu Hilfe kam, war der Schaden bald behoben. Ich darf nun das nasse, dort gelagerte Zeugs entsorgen…

Halloween

auch dieses Jahr wollten wir unsere Nachbarskinder wieder zuhause erschrecken.

Alain hat mit Hilfe der Kinder wieder eine Installation mit Licht und Ton aufgebaut und den Eingang dunkel und garstig geschmückt.

Die Kürbisse hatten wir schon am Wochenende gemeinsam geschnitzt.

Leider war dann am Abend selber ein wenig der Wurm drin. Junior war so aufgeregt und hatte sich sehr auf die läutenden Nachbarskinder gefreut. Er konnte es kaum erwarten, dass es endlich losgehe.

Und dann als es endlich losging war es dann zuviel für ihn und er musste sich zurückziehen. war ein bisschen doof, aber leider halt nicht zu ändern… Es waren dann alle ein wenig grummlig und schlecht gelaunt.

die Nachbarskinder fanden es aber wieder sehr cool, und die einen kamen gleich mehrfach.

Autopanne

Heute hatte ich meine erste Autopanne. Auf der Autobahn hat plötzlich eine Warnlampe aufgeleuchtet und ich konnte nicht mehr beschleunigen.

Wir haben es knapp noch zur Ausfahrt geschafft, dort ist mein Auto dann stehengeblieben. Wir haben kurz die Bedienungsanleitung studiert noch ein paarmal zu fahren versucht und dann hat Alain die Assistance angerufen.

Wir haben das Auto verlassen und sind bei strömendem Regen hinter die Leitplanke gestanden. Der Pannendienst hat sich schnell gemeldet und gesagt, er sei in ca. einer halben Stunde bei uns.

Da es doch sehr regnerisch und kalt war, hat sich Alain mit den Kindern ins nahegelegene Einklaufscenter aufgemacht. Dazu sind sie sogar über einen Zaun geklettert, das war glaub für Junior etwas zuviel Action. Aber er hat sich nachher im Restaurant wieder beruhigt und nun ist es eine spannende Geschichte zum Erzählen.

Ich habe derweil beim Auto im Regen ausgeharrt und es bereut, die leichten Schuhe angezogen zu haben. Meine Schwester ist zufällig vorbeigefahren und hat sich erkundigt, ob sie etwas tun könne.

Nach etwa 40 Minuten kam dann auch schon der Pannendienst. Nach Auswertung des Diagnosegeräts war der Fehler schnell gefunden. Die Drosselklappe schliesst und öffnet nicht mehr richtig. Er konnte es soweit beheben, dass ich wieder fahren konnte, aber mein Auto muss nun am Montag erstmal in die Werkstatt (wo es zum Service erst gerade vor einer Woche war 🙂 )

kleiner Wut-Zwerg

Er sucht seine Grenzen, unser Kleintje.

Es vergeht kein Tag ohne grössere Auseinandersetzungen. Nicht nur mit uns Eltern, nein auch die kleine Madame und Junior werden nicht verschont. Ist etwas nicht gerade so, wie er es sich vorstellt, explodiert er förmlich. Bei den Grösseren hat es doch hie und da mit einem Kompromiss geklappt, aber der Kleintje ist vehement gegen alles. Manchmal auch gegen das, was er gerade vorher noch beharrlich haben wollte.

Das Mühsamste im Moment ist, dass er selber nicht so recht weiss was er will und innert Sekunden seine Meinung dreht. Hin und Her und wieder zurück. Das macht das Leben mit ihm etwas schwierig und unplanbar. Man weiss nie so recht, wie lange man für einen Weg einplanen soll, denn es kann leicht das Vielfache der Zeit beanspruchen.

Der letzten Mittwoch beispielsweise war einer der Höhepunkte in dieser Autonomiephase.

Es waren immer noch Schulferien und wir hatten uns schon lange vorgenommen, dem Möbelschweden einen Besuch abzustatten. Erst frühstückten wir nachdem die Kinder alle recht lange geschlafen hatten. Der Kleintje will zum Frühstück grundsätzlich immer Frühstücksflocken oder einen Joghurt. An diesem Morgen wollte er die gleichen Flocken (Vollkorn ohne Zucker) die Junior im Moment isst. Ich sagte zu ihm, er solle doch erst ein paar wenige probieren, da ich nicht sicher sei ob er sie gerne habe. Ich drehte mich kurz um um die Milch zu holen, da füllte er sich sein Schälchen ziemlich voll. Ich bat ihn doch erst wenig zu nehmen und einen Teil zurückzulegen. Nein, er liebe diese Flocken. Keine Chance er war wie immer dagegen, leerte sich gleich auch noch selber randvoll Milch ins Schälchen nur um dann nach zwei Bissen das Schälchen wegzustossen mit der Bemerkung, dass er es nicht möge und er nun ein Joghurt wolle. Ich wollte ihn erst noch zu mehr Müesli überreden, aber da Junior gleichzeitig gerade seine Krise hatte, weil er sein Movicol-Pulver zum Frühstück nehmen musste, gab ich nach. (Ein Fehler ich weiss)

Dann räumten wir überall auf, zogen uns an, lüfteten und machten uns dann fertig, um in den Möbelschweden zu fahren. Der Kleintje wollte schon nicht aufräumen und verzog sich schmollend in sein Bett, wo ich ihn dann schlafend fand, als ich alle bat sich die Zähne zu putzen und Jacke und Schuhe anzuziehen.

Wecken findet er natürlich sehr uncool (das kann ich sogar sehr gut verstehen) und so wollte er natürlich weder Zähne putzen noch anziehen. Die Tochter konnte ihn dann aber motivieren und wir standen alle bereit vor der Türe, als der Kleintje merkte, dass wir ohne Kinderwagen das Haus verliessen. Er wolle nicht laufen, er sei müde. Ich erwiderte, dass wir ja nur zum Auto laufen müssen, das sei nicht weit. Er warf sich zu Boden und wieder hiess es zuwarten, bis wir ihn wieder soweit beruhigen konnten und zum Auto laufen konnten.

Im Auto dann war sein Autositz auf der falschen Seite und überhaupt wolle er den grossen Sitz, in dem er nun seit einem Monat ganz stolz sitzt, nicht. Er wolle wieder den alten. Wieder dauerte es eine ganze Weile und nur da die Tochter ihm versprach, er dürfe dann die CD im Auto wünschen, stieg er ins Auto ein und liess sich angurten. Junior fand das aber dann doof, weil er die Musik, die der Kleintje aussucht, schon gar nicht hören wolle. Fazit: wir hörten keine Musik und der Kleintje weinte während der Fahrt.

Im Möbelschweden angekommen hatte sich der Kleintje wieder beruhigt. Wir liefen die Rolltreppen hoch und holten uns einen Einkaufswagen. Nun ging die Diskussion los, wo der Kleintje sitzen wolle. Auf meine Frage ob er in den Wagen oder ins Sitzchen wolle, sagte er nein. Ich gab ihm nochmals die zwei Möglichkeiten und sagte ihm, dass er sonst halt laufen müsse. Seine Antwort: nein.

Langsam aber sicher begannen meine Nerven zu flackern. Ich nahm den Wagen und lief mit den beiden Grossen langsam los. Der Kleintje warf sich zu Boden und bewegte sich keinen Meter mehr. Wir warteten bis er sich wieder soweit beruhigte, dass ich ihm die Frage von vorhin nochmals stellen konnte. Er entschied sich für Sitzchen. Nach 5 Minuten bereute er seine Entscheidung schon. Unsere Ankaufstour dauerte ewiglange und so nach zwölf Uhr waren wir dann beim Restaurant angelangt. Ich hatte den Kindern versprochen, dass wir dort zu Mittag essen, was sie immer sehr lieben. Wir suchten uns einen Platz und standen in der lange Reihe an, um unser Essen zu holen. Beim Anstehen fragte ich die Kinder schon mal, was sie denn nun essen wollten. Die grossen Beiden wollten beide Fleischbällchen mit Pommes-Frites. Der Kleintje meinte, die Fleischbällchen möge er nicht, er wolle nur Pommer-Frites. Ich fragte noch zweimal nach und an der Theke hob ich ihn hoch, zeigte ihm die Fleischbällchen und fragte, ob er die wirklich nicht wolle. Nein, er wolle nur Pommer-Frites mit Ketchup. Also bestellte ich das Gewünschte und wir zahlten und gingen an den Platz zurück.

Kaum am Tisch angekommen, jeder bekam seinen Teller vorgesetzt, fragte der Kleintje entsetzt, wo denn nun seine Fleischbällchen seien! Ich erklärte ihm, dass er doch keine gewollt habe, er widersprach vehement. Auch die angebotenen Fleischbällchen der Tochter konnten ihn nicht trösten und er verbrachte die nächsten zwanzig Minuten schreiend und nicht mehr ansprechbar unter unserem Tisch. Wir assen derweil unser Essen (die Tochter legte von sich aus, vier ihrer fünf Fleischbällchen auf die Seite) und wir ignorierten die fragenden Blicke der Umgebung 🙂 nach etwa zwanzig Minuten beruhigte sich der Kleintje wieder und ich kniete mich zu ihm, nahm in in den Arm und fragte ihn, ob er nun seine Pommer-Frites essen wolle.

Er sass an den Tisch und ass seinen Teller, inklusive der Fleischbällchen der Tochter, leer.

Nachher machten wir unsere Einkaufstour noch fertig und fuhren wieder nach Hause. Wiederum das gleiche Theater wegen der Musik im Auto, aber man wird ja abgehärtet mit der Zeit. Nach fünf  Minuten Fahrt war der Kleitnje dann eingeschlafen und wir konnten in Ruhe ein wenig Radio hören.

Zuhause liessen wir ihn noch ein wenig schlafen. Als er erwachte, wollte er Zvieri essen. Er wolle eine Banane. Ich fragte ihn, wie er denn seine Banane wolle. Seine Antwort: Er wolle sie selber schälen und dann mit dem Kindermesser Stücke schneiden. Also gab ich ihm die Banane und er begann sie zu schälen. Beim Schälen brach sich die Banane in zwei Stücke. Er warf sie dann auf den Tisch und meinte weinend, er wolle keine zerbrochene Banane essen, er wolle einen Joghurt.

Ich beharrte darauf, dass er zuerst die Banane essen solle, wenn er dann noch Hunger habe, könne er noch einen Joghurt haben. Es dauerte dann 45 Minuten bis er die Banane essen konnte und sich im Anschluss auch noch den Joghurt einverleibte.

Der Rest des Nachmittags verlief dann bis auf kleinere Auseinandersetzungen der Kinder normal. Aber ich war schon sehr froh, als Alain nach Hause kam, meine Nerven lagen ziemlich blank. Alain schlug mir vor, ich solle doch nach dem Znacht noch schwimmen gehen. Das war eine sehr gute Idee. Durch die Ruhe beim Schwimmen (ich bin dort oft ganz alleine und kann mir nur die Unterwasserbeleuchtung anschalten) war ich nachher wieder ruhig und tiefenentspannt.

Kontrolle beim Zahnarzt

Die Gemeinde möchte, dass alle Schulkinder einmal im Jahr von einem Zahnarzt kontrolliert werden. Dazu geben sie Gutscheine ab, die dann beim Zahnarztbesuch eingelöst werden können.

Unser jährlicher Zahnarztbesuch stand heute an. Die Kinder mögen es ja gar nicht, aber die iPads im Wartezimmer sind ein probates Lockmittel. Bloss waren wir heute wegen Riesen-Trotzeinlage des Kleintjes sehr spät dran (wir kamen auf die Minute pünktlich ;-)) und kamen gleich ohne Warten im Wartezimmer an die Reihe. Das fanden die Kinder gar nicht cool und so mussten wir nach dem Untersuch noch erst zwanzig Minuten im Wartezimmer absitzen…

IMG_1125

Die Kontrolle war übrigens sehr befriedigend. Die Zähne sind allesamt ok und kein Loch in Sicht.

meine Grenzen – Deine Grenzen

Ich bin nachtragend, sehr nachtragend. Ich weiss das und bin nicht sehr stolz darauf. Ich versuche das zu ändern, aber es gelingt mir nicht.

Junior ist ein eher introvertierter Mensch. Der seine geordneten Abläufe und Strukturen braucht und mit spontanen Ideen und Wünschen nicht sehr viel anfangen kann. Das ist grundsätzlich völlig in Ordnung und ich versuche es auch zu respektieren.

Jedoch ergeben sich im Alltag mit drei Kindern und zwei Erwachsenen halt immer mal wieder Situationen, die nicht schon vorher planbar und einfühlsam an Junior herangebracht werden können. Auch sind die “Trotzanfälle” des Kleintjes sehr oft nicht voraussehbar und kommen manchmal völlig unerwartet. Junior kann sich mit seinen sechs Jahren in solchen Situationen völlig verlieren. Es braucht oft nur sehr wenig um ihn aus der Bahn zu werfen. Die falsche Trinkflasche, es klappt nicht sich selber anzugurten im Auto, ich habe den falschen Sonnenhut eigepackt… Die Liste lässt sich endlos erweitern. und eigentlich kenne ich das vom Kleide zur Genüge, aber dort reden wir von einem Zweijährigen. Eine Weile kann ich sein Problem verstehen und ihn in den Arm nehmen oder zu beruhigen versuchen. Ich versuche ihm Alternativen aufzuzeigen oder Kompromisse zu finden. Aber das funktioniert irgendwie selten. Meist kapselt er sich dann komplett ab und will sich keinen Meter mehr bewegen. Bevorzugt mitten auf dem Weg irgendwohin, ich alleine mit den drei Kindern. Er streckt dann beide Arme nach Mama jammernd zu mir hin, wenn ich aber zu ihm gehe, wendet er sich von mir ab.

Ich gerate dann regelmässig in Panik oder einfach in Stress und es dauert dann oft nicht lange, bis ich die Nerven so verliere, dass ich sehr laut werde. Ich hasse mich in dem Moment dafür, aber ich finde dann jeweils nicht mehr aus der Situation heraus.

Junior bräuchte dann eine Auszeit. Zuhause genügt es oft, ihn zu bitten sich in seinem Zimmer zu beruhigen. Ich sitze dann notfalls bei ihm aber lasse ihn möglichst in Ruhe. Nach einer gewissen Zeit ist er dann wieder ansprechbar. Wir können dann zwar nicht über das Geschehene reden, das möchte er nicht, aber er kann wieder normal weitermachen. Für ihn ist die Sache dann vorbei und vergessen. Unterwegs finden wir jedoch noch nicht wirklich eine Lösung.

Ich nage noch lange an seinen Ausbrüchen. Zum einen weil ich meine Reaktion hasse zum anderen weil ich einfach auch nicht so schnell über meine Gefühle während der Auseinandersetzung hinweg komme. Manchmal ist für mich dann der ganze Tag im Eimer.

Ich kann mir dann noch so lange gut zureden und die Sache im Kopf nochmals durchgehen und versuchen einen Schlussstrich zu ziehen. Meine Gefühle lassen sich dann einfach nicht wegsperren und ich bin dann sehr “hässig” auf alles und jeden.

und dann ärgere ich mich wieder darüber, dass ich nicht einfach wieder darüber hinwegkomme. Denn Junior ist so oft ein ganz toller kleiner Kerl, mir gegenüber sehr hilfsbereit und gegenüber dem Kleintje sehr lieb. Er ist so stolz über seine Erfolge und kann sich immer besser ausdrücken. Ich finde es toll, wie er sich mit sich selber beschäftigen kann. manchmal stundenlang, aber auch lange mit dem Kleintje spielen kann.

Ich muss ganz dringend aus diesem Teufelskreis herausfinden, notfalls hole ich mir nun wirklich mal Hilfe!

das erste Mal…

…eine Kontrolle (6 Jahreskontrolle Junior) wegen Nichtdurchführbarkeit abgebrochen und Termin um einen Monat verschoben.

(ich dachte es gäbe keine Impfung und habe Junior deshalb nicht schon im Vorfeld extrem darauf vorbereitet. Und als beim Anmelden das Thema Impfen fiel, machte Junior dicht und war nicht mehr ansprechbar. Es half auch nicht ihm die Möglichkeit zu geben, die Impfung um einhalbes Jahr zu verschieben, die Kontrolle von Gewicht, Größe und Co. war nicht mehr möglich. Mann war ich sauer. Es ist schon schwierig genug all die Termine mit den drei Kids zu managen. Der nächste freie Termin ist Ende August wieder während der Schulzeit, was die Sache wieder sehr verkompliziert)