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Der Alltag hat uns wieder

Der Montag war hart, sehr hart. Waren wir uns doch in den Ferien gewohnt bis mindestens neun Uhr auszuschlafen. Hätte mir das jemand noch vor einem Jahr gesagt, dass man mit unseren Kindern so richtig ausschlafen kann, hätte ich ihn wohl ausgelacht. Das konnte ich mir nach mehreren Jahren nicht mehr Ausschlafenkönnens nicht vorstellen.

Das Coole war ja, dass die Kinder sich selber organisierten. auch wenn sie so gegen acht, halb neun alle wach waren, liessen sie uns noch etwas schlafen. Hat der Kleintje zu fest über Hunger gejammert, haben sie ihm einfach ein Jogurt gegeben.

Am 31. Dezember, als die Tochter bei ihrem Gotti übernachtete liess Junior uns bis halb elf schlafen und auch am 1. Januar begann unser Frühstück erst um elf.

So war es dann schon sehr früh, als mein Wecker um 5.50 Uhr klingelte.

Tja nun sind die schönen Ferien schon wieder vorbei. aber schön wars!

Abende wie diese…

…wo ich hundemüde ins Bett falle, obwohl ich doch eigentlich noch an der Buchhaltung zu arbeiten hätte. Das Wohnzimmer sieht auch noch immer aus, wie wenn da zehn Kinder hausen. Geschweige denn der Wintergarten, der noch immer Zeuge der gestrigen Badepartie der Kinder ist. Flügeli, Wasserbälle und anderes Wasserspielzeug teilt sich den Platz mit den zum Trocknen über die Stuhllehnen gehängten Badetüchern und Badehosen.

Zumindet die Küche ist aufgeräumt, dem Mann sei Dank und die Badezimmer sind auch mal wieder gereinigt.

Ich hatte mir vorgenommen, am Abend etwas mehr Zeit für die Kinder zu haben. Abends sich bei jedem noch hinsetzen und über den Tag reden. Mir die Sorgen und Nöte und aber auch das Gefreute anhören. Faktisch bin ich einfach nur froh, wenn sie im Bett sind und schlafen, denn schon bald wird der Kleinste wieder nach mir rufen und ich werde im Halbschlaf versuchen seine Träume zu verjagen, ihm ein wenig über den Kopf streichen, notfalls einen Schoppen machen oder ihn dann gleich zu mir ins Bett holen.

Am Tag habe ich oft nicht die Zeit wirklich jedem richtig zuzuhören. Denn wenn die Tochter mir etwas erzählen will, ruft meist schon einer der beiden Jungs, weil er vielleicht auf der Toilette sitzt oder sich irgendwo gestossen hat…

Es wäre so schön, jedem Kind mehr Zeit zu widmen. Mit der Tochter mal wieder etwas basteln, Junior bei seinen coolen Legokonstruktionen helfen oder dem Kleintje zuhören wenn er mit den Duplo-Männdli spielt oder ihm bei einem Puzzle helfen. Aber in Wirklichkeit bin ich jedesmal froh, wenn sie sich miteinander oder für sich beschäftigen und ich wieder etwas im Haushalt abarbeiten kann. Auch wenn es meist nachher wieder aussieht wie wenn eine Bombe eingeschlagen hat. Sie lieben es im Moment Hütten zu bauen und dann fast das gesamte Spielzeug da rein zu schleppen.

Und dann wäre es doch einfach auch mal wieder schön, Zeit für mich zu haben. Ein Buch zu lesen oder in Ruhe etwas zu nähen. Oder einfach Zeit ganz in Ruhe mit meinem Mann zu verbringen, ohne dass jemand dauernd dazwischen quatscht oder ein Stapel Wäsche zwischen uns liegt (obwohl ich unsere gemeinsamen Wäschefaltabende auch sehr schätze). Es bleibt einfach immer so viel Arbeit liegen. Und auch wenn ich am Abend nicht mehr die Energie habe, die Arbeit fertig zu machen, es bleibt die Gewissheit, dass da noch viel Unerledigtes herumliegt und das lässt mich nicht entspannen.

Meine Wochenende sind meist geprägt von Sachen erledigen, da der Mann mir Zeit verschafft. Ich weiss, dass ich mir mehr Zeit für mich nehmen sollte. Dass ich das brauche, aber das geht so schlecht, wenn ich all die Berge dauernd sehe. So wusle ich dann die ganze Zeit schlecht gelaunt rum und erledige halbherzig all die Sachen.

Wie löse ich das Dilemma? Auf lange Zeit stehe ich das so nicht durch.

Ich muss mir wohl einfach vornehmen, die unerledigten nicht so wichtigen Dinge liegen zu lassen. Es zuzulassen, dass ein Chaos herrscht, wenn jemand zu Besuch kommt. Die Betten auch mal ungemacht zu lassen, obwohl ich den ganzen Tag zuhause bin. Die Wäsche halt noch ein, zwei Tage länger an der Leine lassen, vielleicht entwickeln wir ja irgendwann ein System und kleiden uns alle in der Waschküche an 🙂

Ich muss mich, unsere Beziehung und die Kinder wieder wichtiger nehmen als den Haushalt.

Mittagspause

Am Mittag mit einer lieben Freundin im Strandbad Zug nach einem kurzen Schwumm im Wasser zu Mittag essen. Das einzig Richtige an so einem heissen Arbeitstag wie heute.

IMG_9107schade nur, das die ganze Abkühlung nach dem mit dem Velo ins Büro radeln wieder dahin ist.

 

es war hart

diese Ferien waren toll. Wir konnten uns wirklich etwas erholen, denn die Kinder haben jeden Tag bis halb neun!!! geschlafen. Gut der Kleintje kam zwar nachts und ist dann meist bei uns im Bett gelandet, aber trotzdem. Toll!

Die Kinder haben dann sogar meist noch bis fast zehn Uhr zusammen gespielt, bis sie dann nach Frühstück verlangten.

Und so war der heutige Start in den Alltag ein wenig hart. Vorallem das Aufstehen am Morgen war für alle ein Kampf.

Montags ist es auch sonst eher schwierig, denn ich arbeite am Montag und die Kinder sind im Gegensatz zu meinem zweiten Arbeitstag, an dem Alain die beiden Grossen an seinem Homeoffice-Tag zu Hause betreut, alle fremdbereut und so müssen wir um 7.10 Uhr alle aus dem Haus sein. Das ist früh! Mein Wecker klingelt um 5.48Uhr. Spätestens fünf Minuten später stehe ich auf.  Dann mache ich erst mich und meine Sachen bereit, dann die Utensilien (Znüniboxen, Trinkflaschen, Ersatzkleider, evt. Regenzeugs oder Skizeugs..) der Kinder parat. dann gibt es erstmal einen Kaffee für ich und Alain bevor ich dann die Meute wecke. Das ist dann so ca. 6.30Uhr bis 6.40Uhr. Jetzt gilt es Junior und den Kleintje zum Umziehen zu motivieren, das gelingt manchmal besser manchmal schlechter. Die Tochter kommt eher nach mir und steht relativ gut auf. Junior kämpft morgens am längsten. Er braucht seine Zeit um richtig wach zu werden.  So ist es dann meist ein wenig hektisch, bis wir dann alle aus dem Haus sind. Wenigstens müssen wir nicht auch noch frühstücken, die Kinder essen alle nachher entweder in der Kinderkrippe (der Kleintje) oder bei der Tagesmutter (die beiden Grossen).

Turbulent

Hat die Woche gestartet. Denn am Montag, als ich die Kinder wecken ging und dem Kleintje dazu über die Stirn strich, merkte ich dass sich diese ziemlich heiss anfühlte. Jetzt hiess es schnellstmöglichst alle Alternativen prüfen.

Ist er krank, wenn ja, wie krank? Wer kann die Pflege übernehmen?
Alain hatte diesmal eine Schulung, der er unmöglich fernbleiben konnte, ich hätte eigentlich am Donnerstag eine erste Abgabe von Plänen, welche noch nicht wirklich den gewünschten Planstand hatten. So rief ich am Montagmorgen um 7.00 Uhr, nachdem der Kleintje nun schon seit einer halben Stunde wach und wohl definitiv fiebrig und angeschlagen war, unsere letzte Hoffnung an: die Grosseltern im Inkenberg. Sie seien zwar am Heuen, aber am Montag würden sie wohl noch nicht reinbringen, dann würde es klappen, dass das Grossmami das Fieberwürmchen gekuschelt konnte.
Also habe ich dem Junior erklärt, dass wir heute leider nicht wie geplant mit dem Velo und Anhänger in die Krippe fahren könnten, aber dass dafür der Papi ihn in die Krippe bringen würde, während ich die Tochter zur Tagesmutter und den Kleintje in den Inkenberg bringen würde.
Er war zwar enttäuscht, aber das Hinbringen durch Alain hat ihn ziemlich gut getröstet.
Wie gesagt so getan. Auf der Fahrt in den Inkenberg, habe ich im Büro noch Bescheid gegeben, dass ich mich verspäten werde.
Um Viertel nach acht sass ich dann an meinem Platz. Das erste Abschätzen des Planstandes liess mich erst mein Mittagsdate absagen und ich verzichtete auch sonst auf möglichst alle Unterbrechungen und nicht so wichtige Abklärungen. So dass ich diesen einen statt zwei Arbeitstage so intensiv wie nur irgendmöglich nutzen konnte. Am Ende des Tages hatte ich mein Abgabeniveau zwar nicht erreicht, aber war dem Ziel sehr viel näher gekommen als ich gedacht habe.
Mit Rücksprache mit meinem sehr verständnisvollen Chef haben wir den Kunden informiert, dass er am Donnerstag halt erst einen Vor-Vorabzug erhalten werde.
Denn für Dienstag hatte ich niemanden, dem ich mein krankes Mäuschen anvertrauen wollte.
Am Dienstag war der Kleintje auch immer noch sehr fiebrig, das Fieber hielt sich fast konstant auf 39.4 Grad, aber da der Kleintje im Gegensatz zum Montag dabei einen ziemlich guten Eindruck machte, habe ich von einem Arztbesuch abgesehen. Wir haben einen ruhigen Tag zusammen verbracht und die Tochter hat es wohl auch sehr genossen den Nachmittag mit uns zu verbringen.
Heute ging es dem Kleinsten schon wieder viel besser. Was auch immer es war, was ihn quälte , es scheint überstanden zu sein…

das latente schlechte Gewissen

So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Die Sache mit den drei Kindern.

Denn langsam sind wir ein eingespieltes Team und wenn die Rädchen laufen, dann klappt eigentlich alles. Die Wohnung ist immer mal wieder aufgeräumt und sauber, wir haben frische gewaschene Kleider im Schrank, der Kühlschrank ist gefüllt und wir halten unsere Verabredungen und alle Kurse der Kinder ein.

Aber trotzdem ist es da, das schlechte Gewissen, irgendwie der Sache nicht gerecht zu werden. Mein Gefühl sagt mir, dass die beiden grossen Kinder zu kurz kommen. Es fehlt mir an Zeit aber auch an Geduld und Nerven um richtig auf sie eingehen zu können. Manchmal liege ich am Abend im Bett und denke, dass hätte ich heute besser machen sollen. Es bleiben mir die Momente des Tages in Erinnerung als ich im Gesicht meiner Kinder förmlich lesen konnte, dass es für sie nicht stimmt so.

Dabei haben wir viele schöne Momente, wenn wir spielen, basteln oder etwas unternehmen. Und sie wirken ja nicht unglücklich meine Kinder.

Problematisch wird es immer, wenn uns irgendwas dazwischen kommt. Wenn sich einer verletzt während ein anderer gerade eine Krise schiebt. Wenn sich die Berge mit Hausarbeit erheben, während die Kinder lieber mit mir spielen möchten oder Nicolas halt mal sehr weinerlich ist, während die Grossen etwas möchten. Oder ich an meinen beiden Arbeitstagen morgens zügig zur Arbeit möchte und die Kinder lieber noch spielen oder kuscheln möchten. Dass ist das Schlimmste, dann habe ich das Gefühl ich schiebe sie regelrecht ab, nur um pünktlich zu sein.

Aber auch an den drei Tagen zuhause beschleicht mich dieses Gefühl immer wieder. Ich würde mich manchmal gerne aufteilen um allem gerecht zu werden. Und dann kommt da noch diese Müdigkeit dazu, die nur Eltern von nicht durchschlafendenden Kindern kennen. Man fühlt sich am Morgen schon gerädert, hat aber dann noch einen ganzen Tag ohne Pause vor sich.

Ich nehme mir so oft vor, mehr Zeit mit Liliane zu verbringen, damit sie auch mal in Ruhe erzählen kann, was sie bewegt. Manchmal sitze ich am Abend noch ein wenig an ihrem Bett und wir reden noch ein bisschen. Aber manchmal bin ich am Abend genervt, weil vielleicht Nicolas gerade weint, wenn die Grossen ins Bett gehen, und ich nur noch eine kurzes Geschichte erzählen kann und sie dann ins Bett gehen ohne dass ich mir wirklich noch Zeit für sie nehmen konnte.

Das Schlimmste sind aber die Momente, wo ich die Nerven verliere und laut werde. Dann stellt es sich unmittelbar ein, das schlechte Gewissen. Oft entschuldige ich mich dann bei meinen Kindern aber trotzdem fühle ich mich nachher schlecht. Es ist zwar wirklich seltener geworden, mein Vorsatz trägt Früchte. Aber ob ich das jemals ganz schaffe?

Ich kann die Frauen gut verstehen, die aufgehört haben zu arbeiten. Es ist ein immer ein Spagat. Und manchmal frage ich mich, ob sich der Aufwand und die Kosten wirklich lohnen. Aber ich liebe meine Arbeit sosehr. Die zwei Tage tun mir gut und ich glaube ich wäre nicht die gleiche Mutter, wenn ich immer zuhause wäre. Mir würde der Ausgleich fehlen, trotz der ganzen Drumherumorganisiererei.

Ich muss mir wohl einfach Oasen schaffen. Damit jedes Kind mal was von mir hat. Mamazeit ohne das Drumherum. Wie macht ihr anderen Mütter das?

Krippeneingewöhnung

Diese Woche hat Nicolas seine Krippeneingewöhung, da ich ab nächstem Montag wieder zu arbeiten beginne.
Geplant war eine einwöchige Eingewöhnung, aber wir sind alle der Meinung dass es mit den drei vergangenen Tagen reicht. Seine Betreuerin kommt sehr gut klar mit ihm und er findet es in der Kinderkrippe herrlich. Soviele Kinder die sich alle um ihn kümmern und die er beobachten kann.
Am Montag und Dienstag war ich noch mehrheitlich mit dabei und heute verbringt er mal den ganzen Tag alleine in der Krippe. Sie machen das wirklich ganz toll und ich haben ein wirklich gutes Gefühl bei der Sache.

So steht meinem Arbeitsbeginn am Montag nichts mehr im Wege, ich freue mich schon riesig!

es wird Zeit

Erst habe ich es ja wirklich geniessen können, die Zeit zuhause mit den Kindern, ohne an die Arbeit oder auch die ganze Organisiererei daneben zu denken. Aber jetzt freue ich mich schon sehr darauf in vier Wochen wieder mit der Arbeiten zu beginnen. Ich vermisse meine Arbeitsgspänli, meine Arbeit und einfach auch die Ruhe am Arbeitsplatz.

Es ist schön und sehr dankbar mit den Kindern zuhause zu sein, das ist unbestritten. Und ich bereue es keine Minute, das wir nun zu fünft sind. Jedoch nervt mich langsam aber sicher die ganze Arbeit im Haus. Und dabei habe ich ja im Moment noch die Spitex die mich unterstützt. Aber trotzdem habe ich das Gefühl eine Sisyphus-Arbeit zu verrichten. Denn ich räume und putze eigentlich den ganzen Tag nur den Kindern hinterher. Klar sollen sie auch selber aufräumen oder mir zumindest helfen, aber irgendwie bin es trotzdem ich, die dann schlussendlich die Spielsachen von Wohnzimmer wieder ins Spielzimmer trägt, die zum hundertsten Mal die blöden Twisties wieder zusammenräumt, die den Eingang fast stündlich von Erdklumpen befreit, die kocht und die Küche wieder aufräumt, den Geschirrspüler kaum gefüllt auch schon wieder ausräumt, die Wäsche (kaum gewaschen, zusammengefaltet und versorgt) schon wieder schmutzig in die Waschmaschine räumt, den schon wieder leeren Kühlschrank auffüllt, die Recyclingsachen in den Ökihof bringt, den Kaffeevorrat wieder aufstockt, die Böden saugt, die Znünitasche der Tochter füllt und dann wieder leert, die Schoppen für den Kleintje vorbereitet und die gebrauchten Flaschen abwäscht und abkocht, die Post sortiert und von Stapel zu Stapel umsortiert (was den Mann sehr wuschig macht), Pascal die Windel wechselt oder den Kleintje zum x-ten Mal neu anzieht, weil er sich entweder vollgekötzlet oder die Windel nicht gehalten hat, was sie verspricht.

Mein Mann nimmt mir am Abend und am Wochenende einen erheblichen Teil der Arbeit ab, aber trotzdem ist es ein Kampf gegen Windmühlen, der mich auf Dauer nicht befriedigt.

Und so freue ich mich schon sehr auf meine beiden Tage im Büro. Klar werde ich den Kleintje vermissen. Habe ich doch seit seiner Geburt fast keine Stunde ohne ihn verbracht. Aber wir werden das schon schaukeln, er und ich, da bin ich mir sicher…