Category Archives: Aerger

kleiner Wut-Zwerg

Er sucht seine Grenzen, unser Kleintje.

Es vergeht kein Tag ohne grössere Auseinandersetzungen. Nicht nur mit uns Eltern, nein auch die kleine Madame und Junior werden nicht verschont. Ist etwas nicht gerade so, wie er es sich vorstellt, explodiert er förmlich. Bei den Grösseren hat es doch hie und da mit einem Kompromiss geklappt, aber der Kleintje ist vehement gegen alles. Manchmal auch gegen das, was er gerade vorher noch beharrlich haben wollte.

Das Mühsamste im Moment ist, dass er selber nicht so recht weiss was er will und innert Sekunden seine Meinung dreht. Hin und Her und wieder zurück. Das macht das Leben mit ihm etwas schwierig und unplanbar. Man weiss nie so recht, wie lange man für einen Weg einplanen soll, denn es kann leicht das Vielfache der Zeit beanspruchen.

Der letzten Mittwoch beispielsweise war einer der Höhepunkte in dieser Autonomiephase.

Es waren immer noch Schulferien und wir hatten uns schon lange vorgenommen, dem Möbelschweden einen Besuch abzustatten. Erst frühstückten wir nachdem die Kinder alle recht lange geschlafen hatten. Der Kleintje will zum Frühstück grundsätzlich immer Frühstücksflocken oder einen Joghurt. An diesem Morgen wollte er die gleichen Flocken (Vollkorn ohne Zucker) die Junior im Moment isst. Ich sagte zu ihm, er solle doch erst ein paar wenige probieren, da ich nicht sicher sei ob er sie gerne habe. Ich drehte mich kurz um um die Milch zu holen, da füllte er sich sein Schälchen ziemlich voll. Ich bat ihn doch erst wenig zu nehmen und einen Teil zurückzulegen. Nein, er liebe diese Flocken. Keine Chance er war wie immer dagegen, leerte sich gleich auch noch selber randvoll Milch ins Schälchen nur um dann nach zwei Bissen das Schälchen wegzustossen mit der Bemerkung, dass er es nicht möge und er nun ein Joghurt wolle. Ich wollte ihn erst noch zu mehr Müesli überreden, aber da Junior gleichzeitig gerade seine Krise hatte, weil er sein Movicol-Pulver zum Frühstück nehmen musste, gab ich nach. (Ein Fehler ich weiss)

Dann räumten wir überall auf, zogen uns an, lüfteten und machten uns dann fertig, um in den Möbelschweden zu fahren. Der Kleintje wollte schon nicht aufräumen und verzog sich schmollend in sein Bett, wo ich ihn dann schlafend fand, als ich alle bat sich die Zähne zu putzen und Jacke und Schuhe anzuziehen.

Wecken findet er natürlich sehr uncool (das kann ich sogar sehr gut verstehen) und so wollte er natürlich weder Zähne putzen noch anziehen. Die Tochter konnte ihn dann aber motivieren und wir standen alle bereit vor der Türe, als der Kleintje merkte, dass wir ohne Kinderwagen das Haus verliessen. Er wolle nicht laufen, er sei müde. Ich erwiderte, dass wir ja nur zum Auto laufen müssen, das sei nicht weit. Er warf sich zu Boden und wieder hiess es zuwarten, bis wir ihn wieder soweit beruhigen konnten und zum Auto laufen konnten.

Im Auto dann war sein Autositz auf der falschen Seite und überhaupt wolle er den grossen Sitz, in dem er nun seit einem Monat ganz stolz sitzt, nicht. Er wolle wieder den alten. Wieder dauerte es eine ganze Weile und nur da die Tochter ihm versprach, er dürfe dann die CD im Auto wünschen, stieg er ins Auto ein und liess sich angurten. Junior fand das aber dann doof, weil er die Musik, die der Kleintje aussucht, schon gar nicht hören wolle. Fazit: wir hörten keine Musik und der Kleintje weinte während der Fahrt.

Im Möbelschweden angekommen hatte sich der Kleintje wieder beruhigt. Wir liefen die Rolltreppen hoch und holten uns einen Einkaufswagen. Nun ging die Diskussion los, wo der Kleintje sitzen wolle. Auf meine Frage ob er in den Wagen oder ins Sitzchen wolle, sagte er nein. Ich gab ihm nochmals die zwei Möglichkeiten und sagte ihm, dass er sonst halt laufen müsse. Seine Antwort: nein.

Langsam aber sicher begannen meine Nerven zu flackern. Ich nahm den Wagen und lief mit den beiden Grossen langsam los. Der Kleintje warf sich zu Boden und bewegte sich keinen Meter mehr. Wir warteten bis er sich wieder soweit beruhigte, dass ich ihm die Frage von vorhin nochmals stellen konnte. Er entschied sich für Sitzchen. Nach 5 Minuten bereute er seine Entscheidung schon. Unsere Ankaufstour dauerte ewiglange und so nach zwölf Uhr waren wir dann beim Restaurant angelangt. Ich hatte den Kindern versprochen, dass wir dort zu Mittag essen, was sie immer sehr lieben. Wir suchten uns einen Platz und standen in der lange Reihe an, um unser Essen zu holen. Beim Anstehen fragte ich die Kinder schon mal, was sie denn nun essen wollten. Die grossen Beiden wollten beide Fleischbällchen mit Pommes-Frites. Der Kleintje meinte, die Fleischbällchen möge er nicht, er wolle nur Pommer-Frites. Ich fragte noch zweimal nach und an der Theke hob ich ihn hoch, zeigte ihm die Fleischbällchen und fragte, ob er die wirklich nicht wolle. Nein, er wolle nur Pommer-Frites mit Ketchup. Also bestellte ich das Gewünschte und wir zahlten und gingen an den Platz zurück.

Kaum am Tisch angekommen, jeder bekam seinen Teller vorgesetzt, fragte der Kleintje entsetzt, wo denn nun seine Fleischbällchen seien! Ich erklärte ihm, dass er doch keine gewollt habe, er widersprach vehement. Auch die angebotenen Fleischbällchen der Tochter konnten ihn nicht trösten und er verbrachte die nächsten zwanzig Minuten schreiend und nicht mehr ansprechbar unter unserem Tisch. Wir assen derweil unser Essen (die Tochter legte von sich aus, vier ihrer fünf Fleischbällchen auf die Seite) und wir ignorierten die fragenden Blicke der Umgebung 🙂 nach etwa zwanzig Minuten beruhigte sich der Kleintje wieder und ich kniete mich zu ihm, nahm in in den Arm und fragte ihn, ob er nun seine Pommer-Frites essen wolle.

Er sass an den Tisch und ass seinen Teller, inklusive der Fleischbällchen der Tochter, leer.

Nachher machten wir unsere Einkaufstour noch fertig und fuhren wieder nach Hause. Wiederum das gleiche Theater wegen der Musik im Auto, aber man wird ja abgehärtet mit der Zeit. Nach fünf  Minuten Fahrt war der Kleitnje dann eingeschlafen und wir konnten in Ruhe ein wenig Radio hören.

Zuhause liessen wir ihn noch ein wenig schlafen. Als er erwachte, wollte er Zvieri essen. Er wolle eine Banane. Ich fragte ihn, wie er denn seine Banane wolle. Seine Antwort: Er wolle sie selber schälen und dann mit dem Kindermesser Stücke schneiden. Also gab ich ihm die Banane und er begann sie zu schälen. Beim Schälen brach sich die Banane in zwei Stücke. Er warf sie dann auf den Tisch und meinte weinend, er wolle keine zerbrochene Banane essen, er wolle einen Joghurt.

Ich beharrte darauf, dass er zuerst die Banane essen solle, wenn er dann noch Hunger habe, könne er noch einen Joghurt haben. Es dauerte dann 45 Minuten bis er die Banane essen konnte und sich im Anschluss auch noch den Joghurt einverleibte.

Der Rest des Nachmittags verlief dann bis auf kleinere Auseinandersetzungen der Kinder normal. Aber ich war schon sehr froh, als Alain nach Hause kam, meine Nerven lagen ziemlich blank. Alain schlug mir vor, ich solle doch nach dem Znacht noch schwimmen gehen. Das war eine sehr gute Idee. Durch die Ruhe beim Schwimmen (ich bin dort oft ganz alleine und kann mir nur die Unterwasserbeleuchtung anschalten) war ich nachher wieder ruhig und tiefenentspannt.

Kontrolle beim Zahnarzt

Die Gemeinde möchte, dass alle Schulkinder einmal im Jahr von einem Zahnarzt kontrolliert werden. Dazu geben sie Gutscheine ab, die dann beim Zahnarztbesuch eingelöst werden können.

Unser jährlicher Zahnarztbesuch stand heute an. Die Kinder mögen es ja gar nicht, aber die iPads im Wartezimmer sind ein probates Lockmittel. Bloss waren wir heute wegen Riesen-Trotzeinlage des Kleintjes sehr spät dran (wir kamen auf die Minute pünktlich ;-)) und kamen gleich ohne Warten im Wartezimmer an die Reihe. Das fanden die Kinder gar nicht cool und so mussten wir nach dem Untersuch noch erst zwanzig Minuten im Wartezimmer absitzen…

IMG_1125

Die Kontrolle war übrigens sehr befriedigend. Die Zähne sind allesamt ok und kein Loch in Sicht.

meine Grenzen – Deine Grenzen

Ich bin nachtragend, sehr nachtragend. Ich weiss das und bin nicht sehr stolz darauf. Ich versuche das zu ändern, aber es gelingt mir nicht.

Junior ist ein eher introvertierter Mensch. Der seine geordneten Abläufe und Strukturen braucht und mit spontanen Ideen und Wünschen nicht sehr viel anfangen kann. Das ist grundsätzlich völlig in Ordnung und ich versuche es auch zu respektieren.

Jedoch ergeben sich im Alltag mit drei Kindern und zwei Erwachsenen halt immer mal wieder Situationen, die nicht schon vorher planbar und einfühlsam an Junior herangebracht werden können. Auch sind die “Trotzanfälle” des Kleintjes sehr oft nicht voraussehbar und kommen manchmal völlig unerwartet. Junior kann sich mit seinen sechs Jahren in solchen Situationen völlig verlieren. Es braucht oft nur sehr wenig um ihn aus der Bahn zu werfen. Die falsche Trinkflasche, es klappt nicht sich selber anzugurten im Auto, ich habe den falschen Sonnenhut eigepackt… Die Liste lässt sich endlos erweitern. und eigentlich kenne ich das vom Kleide zur Genüge, aber dort reden wir von einem Zweijährigen. Eine Weile kann ich sein Problem verstehen und ihn in den Arm nehmen oder zu beruhigen versuchen. Ich versuche ihm Alternativen aufzuzeigen oder Kompromisse zu finden. Aber das funktioniert irgendwie selten. Meist kapselt er sich dann komplett ab und will sich keinen Meter mehr bewegen. Bevorzugt mitten auf dem Weg irgendwohin, ich alleine mit den drei Kindern. Er streckt dann beide Arme nach Mama jammernd zu mir hin, wenn ich aber zu ihm gehe, wendet er sich von mir ab.

Ich gerate dann regelmässig in Panik oder einfach in Stress und es dauert dann oft nicht lange, bis ich die Nerven so verliere, dass ich sehr laut werde. Ich hasse mich in dem Moment dafür, aber ich finde dann jeweils nicht mehr aus der Situation heraus.

Junior bräuchte dann eine Auszeit. Zuhause genügt es oft, ihn zu bitten sich in seinem Zimmer zu beruhigen. Ich sitze dann notfalls bei ihm aber lasse ihn möglichst in Ruhe. Nach einer gewissen Zeit ist er dann wieder ansprechbar. Wir können dann zwar nicht über das Geschehene reden, das möchte er nicht, aber er kann wieder normal weitermachen. Für ihn ist die Sache dann vorbei und vergessen. Unterwegs finden wir jedoch noch nicht wirklich eine Lösung.

Ich nage noch lange an seinen Ausbrüchen. Zum einen weil ich meine Reaktion hasse zum anderen weil ich einfach auch nicht so schnell über meine Gefühle während der Auseinandersetzung hinweg komme. Manchmal ist für mich dann der ganze Tag im Eimer.

Ich kann mir dann noch so lange gut zureden und die Sache im Kopf nochmals durchgehen und versuchen einen Schlussstrich zu ziehen. Meine Gefühle lassen sich dann einfach nicht wegsperren und ich bin dann sehr “hässig” auf alles und jeden.

und dann ärgere ich mich wieder darüber, dass ich nicht einfach wieder darüber hinwegkomme. Denn Junior ist so oft ein ganz toller kleiner Kerl, mir gegenüber sehr hilfsbereit und gegenüber dem Kleintje sehr lieb. Er ist so stolz über seine Erfolge und kann sich immer besser ausdrücken. Ich finde es toll, wie er sich mit sich selber beschäftigen kann. manchmal stundenlang, aber auch lange mit dem Kleintje spielen kann.

Ich muss ganz dringend aus diesem Teufelskreis herausfinden, notfalls hole ich mir nun wirklich mal Hilfe!

das erste Mal…

…eine Kontrolle (6 Jahreskontrolle Junior) wegen Nichtdurchführbarkeit abgebrochen und Termin um einen Monat verschoben.

(ich dachte es gäbe keine Impfung und habe Junior deshalb nicht schon im Vorfeld extrem darauf vorbereitet. Und als beim Anmelden das Thema Impfen fiel, machte Junior dicht und war nicht mehr ansprechbar. Es half auch nicht ihm die Möglichkeit zu geben, die Impfung um einhalbes Jahr zu verschieben, die Kontrolle von Gewicht, Größe und Co. war nicht mehr möglich. Mann war ich sauer. Es ist schon schwierig genug all die Termine mit den drei Kids zu managen. Der nächste freie Termin ist Ende August wieder während der Schulzeit, was die Sache wieder sehr verkompliziert)

Abende wie diese…

…wo ich hundemüde ins Bett falle, obwohl ich doch eigentlich noch an der Buchhaltung zu arbeiten hätte. Das Wohnzimmer sieht auch noch immer aus, wie wenn da zehn Kinder hausen. Geschweige denn der Wintergarten, der noch immer Zeuge der gestrigen Badepartie der Kinder ist. Flügeli, Wasserbälle und anderes Wasserspielzeug teilt sich den Platz mit den zum Trocknen über die Stuhllehnen gehängten Badetüchern und Badehosen.

Zumindet die Küche ist aufgeräumt, dem Mann sei Dank und die Badezimmer sind auch mal wieder gereinigt.

Ich hatte mir vorgenommen, am Abend etwas mehr Zeit für die Kinder zu haben. Abends sich bei jedem noch hinsetzen und über den Tag reden. Mir die Sorgen und Nöte und aber auch das Gefreute anhören. Faktisch bin ich einfach nur froh, wenn sie im Bett sind und schlafen, denn schon bald wird der Kleinste wieder nach mir rufen und ich werde im Halbschlaf versuchen seine Träume zu verjagen, ihm ein wenig über den Kopf streichen, notfalls einen Schoppen machen oder ihn dann gleich zu mir ins Bett holen.

Am Tag habe ich oft nicht die Zeit wirklich jedem richtig zuzuhören. Denn wenn die Tochter mir etwas erzählen will, ruft meist schon einer der beiden Jungs, weil er vielleicht auf der Toilette sitzt oder sich irgendwo gestossen hat…

Es wäre so schön, jedem Kind mehr Zeit zu widmen. Mit der Tochter mal wieder etwas basteln, Junior bei seinen coolen Legokonstruktionen helfen oder dem Kleintje zuhören wenn er mit den Duplo-Männdli spielt oder ihm bei einem Puzzle helfen. Aber in Wirklichkeit bin ich jedesmal froh, wenn sie sich miteinander oder für sich beschäftigen und ich wieder etwas im Haushalt abarbeiten kann. Auch wenn es meist nachher wieder aussieht wie wenn eine Bombe eingeschlagen hat. Sie lieben es im Moment Hütten zu bauen und dann fast das gesamte Spielzeug da rein zu schleppen.

Und dann wäre es doch einfach auch mal wieder schön, Zeit für mich zu haben. Ein Buch zu lesen oder in Ruhe etwas zu nähen. Oder einfach Zeit ganz in Ruhe mit meinem Mann zu verbringen, ohne dass jemand dauernd dazwischen quatscht oder ein Stapel Wäsche zwischen uns liegt (obwohl ich unsere gemeinsamen Wäschefaltabende auch sehr schätze). Es bleibt einfach immer so viel Arbeit liegen. Und auch wenn ich am Abend nicht mehr die Energie habe, die Arbeit fertig zu machen, es bleibt die Gewissheit, dass da noch viel Unerledigtes herumliegt und das lässt mich nicht entspannen.

Meine Wochenende sind meist geprägt von Sachen erledigen, da der Mann mir Zeit verschafft. Ich weiss, dass ich mir mehr Zeit für mich nehmen sollte. Dass ich das brauche, aber das geht so schlecht, wenn ich all die Berge dauernd sehe. So wusle ich dann die ganze Zeit schlecht gelaunt rum und erledige halbherzig all die Sachen.

Wie löse ich das Dilemma? Auf lange Zeit stehe ich das so nicht durch.

Ich muss mir wohl einfach vornehmen, die unerledigten nicht so wichtigen Dinge liegen zu lassen. Es zuzulassen, dass ein Chaos herrscht, wenn jemand zu Besuch kommt. Die Betten auch mal ungemacht zu lassen, obwohl ich den ganzen Tag zuhause bin. Die Wäsche halt noch ein, zwei Tage länger an der Leine lassen, vielleicht entwickeln wir ja irgendwann ein System und kleiden uns alle in der Waschküche an 🙂

Ich muss mich, unsere Beziehung und die Kinder wieder wichtiger nehmen als den Haushalt.

Kleintje-Gehabe

K: Mami, Hunger! Jogurt?

M: ja klar, chum id Chuchi

K: nei, ned chuchi cho, da ässe!

M: nei im Spielzimmer ässed mer nöd

K: (theatralisches auf der Stelle zu
Bodenfallenlassen und weinen)

M: wotsch doch e keis Jogurt?

K: doch

M: also, gömmer id Chuchi?

K: nei, Gaggi gmacht!

M: also chum de gömmer zerscht gos Windeli wächsle

K: nei! (konzentriert sich ganz plötzlich auf vor ihm liegende Spielsachen)

M:hesch demfall doch ei kei Hunger?

K: ich kei  Jogurt ässe! ned Windeli wächsle!

M: Also, de gang ich jetzt zerscht i d’Wöschchuchi. Ich chomme denn grad wieder

K: nei ned Wöschchuchi! Windeli wächsle!

M: guet, de chum zum Wickeltisch!

K: nei ned Windeliwächsle

……

…Stunden später, mittlerweile sind die Windeln gewechselt und wir sind in der Küche…

M: also, welles Jogurt wilsch?

K: ich sälber use näh!

M: ok, also lueg es hätt die da (zieht die Schublade mit den Jogurts raus)

K: nei ich sälber usezie!

M: Ach, Kleintje! (schiebt die Schublade wieder rein)

K: das ha (zeigt auf den Salami im Fleischfach)

M: nei, jetzt gits kei Salami

K: Schoggi ha!!! (mit weinerlicher Stimme, kurz vor dem verhungern)

M: es Schoggi-jogurt wötsch?

K: nei Schoggi ha!

M: jetzt gits kei Schoggi!

K: (theatralisches auf der Stelle zu
Bodenfallenlassen und weinen)

M: (macht den Kühlschrank wieder zu) de wotsch idemfall keis Jogurt?

K: doch jogurt ha!

M: (macht den Kühlschrank wieder auf) also lies eis us!

K: (nimmt sich zwei jogurts raus) will beidi!

M: nei Kleintje, Du magsch ned beidi.

K: doch!

M: (langsam aber sicher genervt) also denn nimmsch halt beidi, aber die wärded gässe!

K: (schiebt seinen Stuhl zur Besteckschublade) sälber Löffel!

M: ok

K: (kommt mit rotem Löffel (immer) zum Tisch)

M: (will ihm einen Latz umbinden)

K: nei kei Lädi!

M: doch ohni Lädi wird dis Tshirt ganz dräckig

K: nei! (heftiges Kopfschütteln)

M: doch!

K: (wirft eines der beiden Jogurts zu Boden, welches sich nun auf verschiedenen Oberflächen verteilt)

M: (mittlerweile sehr genervt!) Kleintje!, de gasch Du demfall besser wieder abe! (hebt den Kleintje zu Boden)

K: nei!! Jogurt ässe! (theatralisches auf der Stelle zu
Bodenfallenlassen und weinen)

M: (putzt das Jogurt am Boden und an den Fronten ab)

K: (steigt wieder auf seinen Stuhl) Lädi alägge!

M: (bindet ihm den Latz um und beginnt das übriggebliebene Jogurt zu öffnen)

K: sälber!

M: (gibt ihm das Jogurt zum Fertigöffnen)

K: (isst sein Jogurt)

zu Besuch bei Ramona und Dani

Wir wollten natürlich das kleine Baby von Ramona und Dani noch begrüssen. Und so liessen wir uns noch so gerne zum Zmittag einladen.

Die kleine Bohne ist ja so süss. Die Kinder waren sehr fasziniert und auch der Kleintje wollte sie immer mal wieder streicheln oder Ihr Spielzeug bringen.

DSCF3622

Wir hatten einen ganz entspannten friedlichen Mittag bei Euch, merci vielmal. Ich hoffe unsere stürmische laute Bande hat Euch nicht komplett überrollt.

DSCF3620 DSCF3632

Alain hat das Rennvelo mitgenommen und wollte von Bassersdorf über Rapperswil und Raten nach Hause fahren, während ich mit dem Kindern mit dem Auto nach Hause fuhr.
Leider hatte es zwei Unfälle im Gubrist gegeben und wir standen zwei Stunden im Stau. Ich hatte ja schon Panik, dass das ziemlich schlimm werden würde. Denn der Kleintje war wach und es war ziemlich heiss. Aber es klappte ganz toll. Den Kleintje haben wir mit Lastwagen beobachten unterhalten, Junior hat mit meinem Iphone gespielt und die Kleine Madame hat lauthals mit den Kinderlieder-CDs (die ich glücklicherweise eingepackt hatte) mitgesungen.
Es musste keines der Kinder dringend aufs WC, Trinkflaschen hatten wir glücklicherweise eingepackt und ein paar Blevitas fanden sich auch noch im Handschuhfach.
Wir kamen kurze Zeit vor dem Papi nach Hause. und waren fast so ko wie er;-)

Jammercontent über Überforderung und Müdigkeit…

Im unserem Blog ist es eher ruhig im Moment, ganz im Gegensatz zum Alltag. Hier geht es drunter und drüber. Soviel will organisiert und erledigt werden.
Nächste Woche beginnen die Schulferien und für beide Grossen beginnt nach den Schulferien ein neuer Abschnitt. Es werden Abschiede gefeiert, Abschiedsgeschenke überreicht, die Sachen aus Kindergarten und Kinderkrippe nach Hause gebracht. Die Betreuung während der Schulferien an meinen Arbeitstagen will organisiert sein.
Dann stehen auch noch zwei Geburtstage an, die organisiert und geplant werden wollen. Die Kinder feiern im Kindergarten, in der Spielgruppe, in der Kinderkrippe und dann die zwei Kinderfeiern und die Feier für beide mit Paten und Verwandtschaft. Alle sind zu planen und wir wissen weder was es zu essen geben wird, noch welche Spiele wir spielen werden. Uff
Ganz abgesehen von den Geschenkideen für alle, denn die Kinder haben schon soviel und wir möchten, dass sie etwas Sinnvolles geschenkt bekommen an dem sie dann richtig Freude haben. (ohne dass unser Spielzimmer aus allen Nähten platzt).

Und dann ist halt immer noch der ganz normal Alltag, der uns kaum Luftholen lässt. Jede Woche liegen Wäscheberge vor mir, die gewaschen, aufgehängt, zusammengelegt und versorgt werden wollen. Das Zusammenfalten machen Alain und ich meist am Montag abend gemeinsam, dann geht es leichter und schneller.
Der Kleintje schläft immer mal wieder sehr schlecht und lässt uns die Nacht nicht schlafen. Der Pavor Nocturnus hält uns wach, meist trägt Alain den Kleintje dann solange beruhigend rum, bis er weider zu sich kommt. Aber am Morgen sind wir beide oft sehr müde.
Im Moment habe ich auch das Gefühl ständig hinter den Kindern herzuräumen, kaum ist eine Ecke aufgeräumt beginnt das Chaos in der anderen Ecke von Neuem. Und es ist nicht so, dass ich da sehr pingelig wäre, aber so ein bisschen Grundordnung muss einfach zwischendurch sein, sonst werde ich extrem unruhig und fühle mich nicht mehr wohl.
Sind wir zu zweit zuhause, sprich am Abend und am Wochenende, kann vieles viel besser aufgefangen werden und es können kleine Freiräume geschaffen werden. Das hilft! Zu zweit fällt vieles leichter. und auch die Grosseltern, Nachbarn und Verwandten sind immer mal wieder eine Riesenhilfe. Die Grosseltern springen immer wieder für Extrabetreuungen ein. Wenn die Geschwsiter beispielsweise nicht an den Besuchstag des Kindergartens mitgebracht werden dürfen oder wenn Arzttermine anstehen…
Eine Riesenentlastung ist meine Putzfee, die jede zweite Woche alle Nasszellen und Boden reinigt. Putzen muss ich trotzdem immer mal wieder, vorallem staubsaugen, aber so ist wenigstens eine Grundreinigung immer gewährleistet.

Im August heiratet meine kleine Schwester, auf dieses Fest freuen wir uns alle schon riesig und wollen natürlich auch noch etwas zu einer schönen Feier beisteuern. Aber auch das braucht Zeit und Ideen.

Bei der vorletzten Eigentümerversammlung habe ich das Amt des Verwalters übernommen. Grundsätzlich ist das gut machbar, aber im Moment wird mir einfach alles zuviel. Ich habe fast keinen Abend mehr nur für mich und wenn dann bin ich meist so erschöpft, dass ich früh schlafen gehe. Ich hasse es, unerledigte Dinge vor mir her zu schieben. Das liegt mir dann irgendwann so auf dem Magen, dass ich sehr gestresst bin.

Und dann wären da noch so viele Projekte, die ich so gerne verwirklichen möchte, es sind so viele Babys zur Welt gekommen, die ich eigentlich gerne mit selbstgenähten Sachen beschenken würde, da wären schöne Schnittmuster mit Kleidern für meine Kinder, die ich gerne nähen würde oder dann mein neuestes Gadget ausprobieren würde.

Letzte Woche war ich an einem Abend so gestresst, dass ich mein Sichtfeld plötzlich stark eingeschränkt war. Ich hatte plötzlich einen Tunnelblick, der erst am nächsten Morgen wieder weg war.

Ich bin so einfach nicht richtig belastbar und immer ein wenig gereizt. Die Leidtragenden sind mein Mann und meine Kinder.
Ich weiss es wird besser, die Nächte werden irgendwann wieder besser, der Kleintje wird selbstständiger. Ich muss mich jetzt einfach da durchbeissen!
Ende Jammercontent!