Archive for the 'Traurig' Category

Jul 20 2010

ein schlechtes Gefühl im Bauch bleibt

Published by Andrea under Aerger, Traurig

Die Beiden haben gestern Abend geklingelt. Nicht nur die Beiden, der ganze männliche Teil der Familie inkl. Enkeltochter stand vor unserer Türe. Und sie haben sich entschuldigt. Es sei dumm gelaufen, sie hätten zuviel getrunken und dann habe die Frau Ärger gemacht.

Etwas zerknirscht hat es geklungen. Und wahrscheinlich sind sie nur gekommen, weil wir sie sonst angezeigt hätten.

Befriedigend ist es nicht wirklich. Denn, er wird wohl weiter zuschlagen, hat nichts aus der Sache gelernt.

Mir tut diese arme Frau leid. Was kann ich tun um Ihr zu helfen? Sie wohnt ja nicht bei uns (ich weiss nicht mal, wo sie wohnt). Und ich habe ein wenig Hintergrundgeschichte gehört und fühle mich nun einfach elend. Es wird sich für sie wohl nichts ändern. Jedesmal wenn er zuviel getrunken hat, geht die Geschichte wieder von vorne los.

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Jul 17 2010

ein friedlicher SriLanka-Abend sollte es werden

Published by Andrea under Aerger, Essen, Traurig, Unterwegs

und erst sah es bis auf das schlechte Wetter (es hat in Strömen geregnet) auch ganz so aus. Das Essen, das unsere tamilische Abwartsfamilie gezaubert hatte, war köstlich. Der Abend sehr gesellig und friedlich. Als wir uns so gegen Zehn Uhr verabschiedeten war nur noch eine kleine Gruppe von Nachbarn im Innenhof, die den Abend noch etwas ausplätschern liessen.

Ich wollte bei den Kindern noch das Fenster zum Lüften öffnen, damit sie nochmals ein wenig frische Luft in ihr Zimmer bekamen. Aber da unten auf dem Parkplatz war ein heftiger Lärm zu hören. Etwas beunruhigt ging ich auf den Balkon um zu sehen, was den zu so später Stunde noch los sei, da unten. Ich sah die Kinder der tamilischen Familie, die wohl eine laute Auseinandersetzung hatten. Es waren zwei Männer, eine Frau und deren Kind in Lilianes Alter. Ich konnte gerade noch sehen, wie der eine Mann die Frau dermassen gestossen hatte, dass sie mehrere Meter weit flog. Und als ich das Weinen des Kindes dann auch noch hörte, liess es uns keine Ruhe mehr. Alain hat sich wieder angezogen und ist nach unten gegangen. Er hat sich zur Sicherheit noch einen Nachbarn geholt und gemeinsam sind sie dann zu der Gruppe gegangen. Es schien, dass der eine wohl zuviel Alkohol getrunken hatte und desshalb gewalttätig geworden war. Sie haben versucht die Situation etwas zu beruhigen in dem sie den “Besoffenen” ins Auto gesteckt haben und der andere seine Jacke holen ging, damit er die Familie nach Hause fahren kann. Als das jedoch lange dauerte, ist der andere Nachbar schauen gegangen, wo er denn bleibe.

Genau in diesem Moment hat der “Besoffene” die Autotüre mit Gewalt geöffnet und hat rebelliert. Alain wollte ihn beruhigen und da ist die Situation eskaliert. Der zweite, der mittlerweile seine Jacke geholt hatte, kam auch dazu gesprungen und der Besoffene hat behauptet, Alain hätte ihn geschlagen. Was jedoch nicht der Wahrheit entsprach. Nun gingen plötlich beide Tamilen auf Alain los.

Ich habe auf meinem Balkon die Panik gekriegt. Habe mir mein Telefon geschnappt und bin auch nach unten gelaufen und wollte die Polizei rufen. Mittlerweile waren schon viele andere Nachbarn dazugestossen. Sie hätten meine Schreie vom Balkon gehört. Sie haben Alain da raus geholt und die tamilische Familie ist in ihrem Auto abgefahren.

Alain hat sich ein blaues Auge und eine rote Gesichtshälfte geholt und seine Brille ist zerschlagen. Unserem tamilischen Abwart tat es natürlich sehr leid und er meinte er würde natürlich die Brille bezahlen. Er hat sich immer wieder entschuldigt und es tat ihm sehr leid.

Wir sind dann wieder nach oben und ich habe Alain einen Eisbeutel geholt, damit er sein Auge kühlen konnte.

Nun sitze ich hier und meine Knie zittern immer noch. Ich kann nicht schlafen und muss erst noch dieses Bild in meinem Kopf loswerden. Mitanzusehen wie zwei alkoholisierte Männer auf meinen Mann losgehen hat mir sehr zugesetzt. Ich war hier oben so hilflos und konnte nichts tun. Ich hoffe mein Held kann schlafen.

Mir tut auch die Frau leid, die mit einem Mann verheiratet ist und ein Kind hat, der, sobald er zuviel Alkohol getrunken hat, so gewalttätig wird, dass er auf sie losgeht.

Ob wir nun doch noch Anzeige erstatten, überlegen wir morgen.

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Jun 11 2010

kurz:

Published by Andrea under Babyalltag, Traurig, Unterwegs

Wir sind wieder da. Aus einem sehr traurigen Grund früher als erwartet. Mehr folgt sobald ich Zeit dazu finde.

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Feb 14 2010

Dankbar

Published by Andrea under Traurig, Unterwegs

Wenn man auf dem Nachhauseweg beim Umsteigen am Bahnhof einen solch schlimmen Unfall sieht, dass man vor Betreten des Bahnsteigs angehalten wird, den Kindern die Augen zuzuhalten, dann ist man einfach mal wieder dankbar für das eigene Glück.

Mir sind die Tränen gekommen und hatte ganz schwummerige Knie. Schlimm, sehr schlimm. Mein Mitgefühl gilt allen dort Beteiligten.

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Jan 20 2010

Weinen

Published by Andrea under Babyalltag, Traurig

Gestern mit Ihr diskutiert und noch lange darüber nachgedacht.  (da ich gestern krank im Bett lag, hatte ich Zeit nachzudenken)

Wie handhabt Ihr das denn so?

Wenn Pascal viel weint komme ich irgendwann an den Punkt, an dem sich die Bedürfnisse von meinen Kinder oder aber auch von mir überlagern und ich mich gezwungen sehe, Pascal halt wirklich mal weinen zu lassen. Das fällt mir jedoch sehr, sehr schwer und ich fühle mich immer furchtbar dabei. Aber es geht nun mal nicht anders. Das stresst mich.

Ich kann mich dann kaum auf die andere Sache konzentrieren und das merkt Liliane dann sofort. Ich bin dann zwar bei Ihr aber gedanklich bei Pascal. Das ist dann auch nicht befriedigend.

Dabei gebe ich Frau Rage voll und ganz recht. Es wird ihm nicht schaden. Solange ich es schaffe ihm das Gefühl zu geben wirklich geliebt zu werden und immer für ihn da zu sein wird es wohl reichen.

Sollten wir mal mehr als zwei Kinder haben (wovon ich im Moment nicht ausgehe), wird das Ganze ja noch schlimmer. Wie machen das Mütter mit mehr als zwei Kindern?

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Apr 08 2009

Manchmal…

Published by Andrea under Traurig

…wird einem auf schmerzliche Weise wieder bewusst, wie einzigartig und wertvoll unser Leben doch ist. Warum brauchst es dazu immer diese Geschehnisse?

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