Category Archives: Traurig

Grümpi

Das Steinhauser Grümpi fiel dieses Jahr buchstäblich ins Wasser. Sie konnten wegen dem grossen Regen fast nur Penaltyschiessen auf dem Kunstrasen durchführen.

Tochters Laune war dadurch jedoch nicht getrübt. Sie hatten wohl auch so ihren Spass.
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Leider bekamen wir beim Nachhauselaufen die traurige Nachricht, dass es dem Mueti gar nicht gut geht. Die Tochter und ich sind dann noch zu Ihr mach Menzingen gefahren, da wurde sie dann aber gleich darauf mit dem Krankenwagen ins Spital gefahren.

Es ging ihr wirklich ganz, ganz schlecht.

Im Spital haben sie sie dann schnell mit Antibiotika behandelt und so ging es ihr dann langsam besser.

Aber eine demente 94jährige Frau ist ein sehr trauriger  Anblick im Spital. Ich habe dann beim Arbeiten meine Mittagspause ins Spital gelegt, da konnte ich ihr wenigstens beim Essen helfen und Gesellschaft leisten. Das war das erste Mal, dass sie mich nicht mehr erkannte und auch mit Erklären keine Ahnung hatte wer ich bin. Ich war abwechselnd ihre Coiffeuse oder eine alte Arbeitskollegin von früher. Es hat mir fast das Herz gebrochen, die alte zerbrechliche Frau so verwirrt und verängstigt zu sehen. Ich konnte ihr glaub wirklich helfen, sie wurde viel ruhiger als ich da war. Aber als ich wieder zur Arbeit musste war sie dann sehr, sehr traurig. (ich auch)

Jetzt ist sie wieder im Pflegeheim in Menzingen. Ich wünsche Ihr, dass sich ihr Wunsch einfach ganz ruhig einzuschlafen jetzt dann einmal erfüllt. Es wäre ihr wirklich sehr zu gönnen.

gereizt und müde

die letzten Wochen waren sehr anstrengend. Zum einen war vier Wochen lang immer jemand krank zum anderen gab es noch die erste zu leitende Stockwerkeigentümersitzung, die mit auf dem Magen lag. Und jetzt ist irgendwie die Luft raus. Wenn ich könnte, würde ich am liebsten ein paar Tage durchschlafen. Das Bett nicht mehr verlassen und mich einfach  nur in meine Decke kuscheln.

Ich bin sehr gereizt und nerve mich schon ab Kleinigkeiten. Meine Tage sind immer so voll, es bleibt kaum Zeit für mich. Und im Moment stresst mich das gerade sehr.

Dabei helfen mir rundherum so viele Leute. Meine Nachbarin, die mit dem Kleintje spazieren geht, damit ich nur mit zweien in den Schwimmkurs muss. Meine Schwiegermutter, die mir am Donnerstag morgen immer den Kleintje nimmt, damit ich mit Pascal ins Turnen kann und dann auf die Kinder aufpasst, damit ich in Ruhe kochen kann. Meine Mutter die mit meinem ganzen Entsorgungsmüll in den Ökihof fährt. Mein Mann, der sein Homeoffice immer wieder so anpasst, damit ich zur Arbeit kann, wenn ein Kind krank ist.

Ich hoffe ich finde meine gute Laune und meine Gelassenheit wieder. Es war wohl einfach zuviel in letzter Zeit! (und ich muss wohl endgültig lernen, meine Ansprüche runterzuschrauben)

Schwimmkursgarderobenhölle!

Die beiden Grossen gehen nun ja immer am Freitag nachmittag in den Schwimmkurs. Und sie machen beide ganz toll mit, was mich bei Pascal schon sehr erstaunt. Ist er ja normalerweise nicht so der Gruppenkurs-Typ. Aber die Leiterin scheint es gut mit ihm zu haben und so bin ich soweit schon ganz glücklich damit.

Wenn denn nicht das Drama in der Garderobe wäre. Denn Pascal will weder Duschen, noch Haarewaschen und schon gar nicht die Haare föhnen. Das Theater das er veranstaltet ist grandios.

Und das kombiniert mit den vielen anderen Müttern und Kindern in der Garderobe, die mir mitleidige Blicke zuwerfen oder einen blöden Spruch landen, einem müden, jammernden Nicolas am Bein und einer Tochter, die dann plötzlich auch findet das Duschwasser sein aber zu kalt, birgt ein enormes Stresspotential für die Mutter.

 

irgendwann nach langem Gutzureden und überzeugen wollen, habe ich Nicolas der heute auch anwesenden Lieblingsnachbarin in die Hand gedrückt, habe Pascal unter die Dusche gestellt (ich war dann halt auch eher nass) und dann schliesslich unter den Arm geklemmt und geföhnt (ich war dann wieder etwas trockener). Dann habe ich Nicolas wieder zurückgeholt und bin in die Umkleide geflüchtet. Aber nun war Pascal natürlich sehr aufgebracht und liess kaum mehr mit sich reden. Wollte getragen aber doch nicht bei mir sein, wollte sich selber aber dann doch nicht alleine anziehen….

Fazit nach etwas mehr als einer Stunde im Schwimmbad, zwar saubere, trockene Kinder, aber eine schweissgebadete völlig entnervte und zornige Mutter, die am Abend ihren ganzen aufgestauten Ärger dem Tennislehrer um die Ohren schlägt!

das latente schlechte Gewissen

So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Die Sache mit den drei Kindern.

Denn langsam sind wir ein eingespieltes Team und wenn die Rädchen laufen, dann klappt eigentlich alles. Die Wohnung ist immer mal wieder aufgeräumt und sauber, wir haben frische gewaschene Kleider im Schrank, der Kühlschrank ist gefüllt und wir halten unsere Verabredungen und alle Kurse der Kinder ein.

Aber trotzdem ist es da, das schlechte Gewissen, irgendwie der Sache nicht gerecht zu werden. Mein Gefühl sagt mir, dass die beiden grossen Kinder zu kurz kommen. Es fehlt mir an Zeit aber auch an Geduld und Nerven um richtig auf sie eingehen zu können. Manchmal liege ich am Abend im Bett und denke, dass hätte ich heute besser machen sollen. Es bleiben mir die Momente des Tages in Erinnerung als ich im Gesicht meiner Kinder förmlich lesen konnte, dass es für sie nicht stimmt so.

Dabei haben wir viele schöne Momente, wenn wir spielen, basteln oder etwas unternehmen. Und sie wirken ja nicht unglücklich meine Kinder.

Problematisch wird es immer, wenn uns irgendwas dazwischen kommt. Wenn sich einer verletzt während ein anderer gerade eine Krise schiebt. Wenn sich die Berge mit Hausarbeit erheben, während die Kinder lieber mit mir spielen möchten oder Nicolas halt mal sehr weinerlich ist, während die Grossen etwas möchten. Oder ich an meinen beiden Arbeitstagen morgens zügig zur Arbeit möchte und die Kinder lieber noch spielen oder kuscheln möchten. Dass ist das Schlimmste, dann habe ich das Gefühl ich schiebe sie regelrecht ab, nur um pünktlich zu sein.

Aber auch an den drei Tagen zuhause beschleicht mich dieses Gefühl immer wieder. Ich würde mich manchmal gerne aufteilen um allem gerecht zu werden. Und dann kommt da noch diese Müdigkeit dazu, die nur Eltern von nicht durchschlafendenden Kindern kennen. Man fühlt sich am Morgen schon gerädert, hat aber dann noch einen ganzen Tag ohne Pause vor sich.

Ich nehme mir so oft vor, mehr Zeit mit Liliane zu verbringen, damit sie auch mal in Ruhe erzählen kann, was sie bewegt. Manchmal sitze ich am Abend noch ein wenig an ihrem Bett und wir reden noch ein bisschen. Aber manchmal bin ich am Abend genervt, weil vielleicht Nicolas gerade weint, wenn die Grossen ins Bett gehen, und ich nur noch eine kurzes Geschichte erzählen kann und sie dann ins Bett gehen ohne dass ich mir wirklich noch Zeit für sie nehmen konnte.

Das Schlimmste sind aber die Momente, wo ich die Nerven verliere und laut werde. Dann stellt es sich unmittelbar ein, das schlechte Gewissen. Oft entschuldige ich mich dann bei meinen Kindern aber trotzdem fühle ich mich nachher schlecht. Es ist zwar wirklich seltener geworden, mein Vorsatz trägt Früchte. Aber ob ich das jemals ganz schaffe?

Ich kann die Frauen gut verstehen, die aufgehört haben zu arbeiten. Es ist ein immer ein Spagat. Und manchmal frage ich mich, ob sich der Aufwand und die Kosten wirklich lohnen. Aber ich liebe meine Arbeit sosehr. Die zwei Tage tun mir gut und ich glaube ich wäre nicht die gleiche Mutter, wenn ich immer zuhause wäre. Mir würde der Ausgleich fehlen, trotz der ganzen Drumherumorganisiererei.

Ich muss mir wohl einfach Oasen schaffen. Damit jedes Kind mal was von mir hat. Mamazeit ohne das Drumherum. Wie macht ihr anderen Mütter das?

Tschüss Rocky, machs gut…

…wo auch immer Du nun bist.

Gestern ist der geliebte Hofhund meiner Eltern gestorben. Unsere Kinder und eigentlich alle in unserer Familie haben sehr an ihm gehangen.

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Liliane ist sich ganz sicher, dass er nun im Hundehimmel weiterlebt und es ihm sehr gut geht. Er bekomme nun soviel Futter wie er möchte und wird von allen immer gestreichelt. Er habe es gut, dort wo er jetzt ist, meinten die beiden heute. Aber traurig seien sie trotzdem. Sie werden ihn sehr vermissen.

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hier so…

Genervt und schlecht gelaunt. Eigentlich schon seit zwei, drei Wochen und irgendwie geht die schlechte Laune nicht weg. Es braucht sehr wenig und ich explodiere, schreie meine Kinder an und bin unausstehlich!

Einen wirklichen Grund gibt es nicht. Vielleicht der Mangel an Sonnenlicht, denn schliesslich regnet es seit gefühlten Wochen nur noch. Und dass Pascal mal wieder heftig an der Selbstfindung seines Willens beschäftigt ist, macht die Sache auch nicht leichter. Auch meine latente Angst, die mich in der Nacht nicht schlafen lässt, ist wohl noch ein zusätzlicher Faktor. Wieso habe ich nachts Angst vor Sachen, die mich am Tag nur beschränkt interessieren? Dann liege ich da und male mir ein Schreckensszenario nach dem anderen aus, ohne eine Chance den Kopf wieder davon los zu bekommen. Am Morgen bin ich dann gerädert und müde.

Mein Mann und meine Kinder können einem leid tun. Denn sie kriegen das Ganze ziemlich ungefiltert ab. Meist tut es mir nach einem Ausbruch auch wieder leid, bin aber in der Situation nicht fähig meine Gefühle unter Kontrolle zu haben.

Ich brauche ganz dringend gute Laune und Optimismus! Und guten Schlaf!

Zickenkrieg

Mädchen sind doof! Das hatte ich als Kind am eigenen Leib spüren müssen. Ich erinnere mich nur ungern an meine Primarschulzeit zurück. Ich konnte mit dem Zickegetue der anderen Mädchen nicht viel anfangen. Glücklicherweise hatte ich eine Freundin, mit der ich damals durch dick und dünn ging. Leider zog es ihre Familie in der dritten Klasse nach Luzern, was für mich einen mittleren Weltuntergang bedeutete!

Nun erlebe ich zum ersten Mal die gleichen Tendenzen bei Liliane. Liliane ist ein sehr sozialer, mitfühlender Mensch mit einem grossen Gerechtigkeitssinn. Als nun die beiden Nachbarsmädchen gestern wahrscheinlich aus Jux beim Vorbeigehen riefen: “Liliane, das Lieblingsnachbarsmädchen ist nicht mehr deine Freundin, sie will nicht mehr mit dir spielen”, da ist für die kleine Madame eine Welt zusammengebrochen. Sie konnte es nicht verstehen und hat einfach nur noch geweint deswegen.

Ach, das ist so hart! Ich kann ihr nicht wirklich helfen. ich versuche sie zu trösten und es ihr zu erklären, aber es fällt mir schwer, es macht so keinen Sinn! Sie muss einfach lernen, dass Mädchen nun halt einfach so sind.

Ich wünsche Ihr so sehr, dass sie es schafft, das einfach hinnehmen zu können, ohne sich dauernd hinterfragen zu müssen. Dass sie eine Freundin finden wird in ihrem Leben, die ihr hilft über diesem Zickengehabe zu stehen. Denn sie ist bisher nicht so und wird es wohl wahrscheinlich nie sein.

Warum bloss sind Mädchen so wie sie sind?

flauer Bauch

Heute morgen beim Verlassen den Hauses gemerkt, da ist irgendetwas nicht in Ordnung. Irgendwo zwischen Herz und Magen steckt ein leiser Zweifel. Aber warum? Was läuft den gerade nicht so gut bei mir?

Ist die Vorweihnachtszeit, die mir zu schaffen macht? Oder die beiden noch fehlenden Geschenke, wo mir auch nur die leiseste Ahnung fehlt, was ich denn schenken sollte.

Oder aber der immer noch ungelöste (jedoch auch noch in weiter Ferne liegende) Kindergartenstart von Liliane? (ich weiss immer noch nicht, wie ich die Betreuung an den Randzeiten und am Mittag lösen soll). Die immer wiederkehrende Frage am Morgen, wenn die Kinder so gar nicht speditiv mithelfen wollen und es mal wieder dauert, bis alle angezogen und parat dastehen, warum ich mir das eigentlich antue mit dem Arbeiten? (Sobald ich im Büro sitze, hat sich die Frage auch gleich wieder erledigt, es tut so gut!).

Oder aber einfach die Müdigkeit, die so ein Jahr voller Taten und Erlebnissen mit sich bringt? Kann es sein, dass ich mir immer noch Gedanken über das “dritte” Kind mache? Oder ist es der wiedergekommene Turnunwillen von Liliane (sie kommt jetzt mit Pascal und mir ins Muki-Turnen, was nur bedingt eine gute Lösung sit, da es mich eher ein wneig stresst mit den Zweien gleichzeitig zu turnen). Oder ist es die, im Bekanntenkreis liegende Krankheit, die dort eine ganze Familie lähmt und Verzweifeln lässt, die mich zum Grübeln und Verzagen bringen?

Oder ist es halt einfach nicht mein Tag heute?

Ich geniesse jetzt einfach mal in Ruhe den Sonnenaufgang da draussen und komme ganz langsam in die Gänge…