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Geburt Nicolas Mathias

Am Mittwoch musste ich am Nachmittag erstmal ins Spital. Ein CTG wurde gemacht, Blutproben entnommen und dann stand noch das Anästhesie-Gespräch mit der Anästhesistin an. Das war ja meine größte Angst. Bei Pascals Geburt hat das Stechen der Betäubung sehr, sehr weh getan. Und nun hatte ich Angst, dass ich mich deswegen versteife und es wieder nicht klappt. Ich habe also meine Bedenken angebracht und wir haben uns darauf geeinigt, dass wir dann morgen eine Lösung finden.

Am Abend kam dann meine Schwiegermutter noch vorbei. Sie würde die Nacht bei uns verbringen und am Morgen zu den Kindern schauen.
Wir haben am Abend noch eine Runde Joker gespielt, was mich sehr gut ablenkte. Ich war mittlerweile sehr, sehr nervös.
Am Donnerstag mussten wir sehr früh raus. Der Wecker hat um fünf Uhr geklingelt. Ich habe mir dann noch ein Bad gegönnt, während Alain noch gefrühstückt hat. Liliane ist dann während dem Baden kurz aufgetaucht, hat mir einen Kuss gegeben und ist wieder ins Bett verschwunden. Um sechs Uhr mussten wir im Spital sein und wurden von der Nachthebamme begrüßt. Wir konnten schon das Zimmer beziehen und ich konnte meine Sachen verstauen. Dann gab es wiederum ein CTG und die Infusion wurde gestochen. Und dann hieß es warten.
Die erste Überraschung war dann die Hebamme, die uns in den OP begleitete. Es war dieselbe, die damals bei Liliane schon dabei war. Jetzt konnte es nur noch gutgehen.
Um 7.20 Uhr rollte ich dann in meinem Bett in Richtung OP. Dort wurde ich schon von der Anästhesistin in Empfang genommen. Ich wurde auf den OP-Tisch verfrachtet und verkabelt. Die Anästhesistin hat mir dann vorgeschlagen, erst eine lokale Betäubung in den Rücken zu spritzen, bevor sie die Narkose macht. Und das war eine sehr gute Idee, ich habe so nur die Spritze gespürt, der Rest ging wie von selbst.
Mittlerweile haben sich Alain und die Hebamme umgezogen, Alain hat noch einen Kaffee gekriegt und die Ärzte trafen ein. Als die Narkose wirkte, ging es auch gleich schon los. An mir wurde rumgezerrt und rumgedrückt, während ich weder etwas sah noch wirklich etwas mitbekam. Denn wieder mal machte mein Kreislauf schlapp und sie hatten alle Hände voll zu tun mich wieder aufzupäppeln. Als mein Kreislauf wieder funktionierte, hörte ich die Ärztin schon sagen, ich solle nicht erschrecken, sie würde jetzt drücken. Und dann wurde ich heftig zusammengedrückt und mit einem entrüsteten Schrei war Nicolas da. Die Hebamme hat ihn dann mit Alain zusammen in Empfang genommen und in einem Nebenraum kurz abgerieben, in warme Tücher gepackt und überprüft. Dann kam der Kleine mit Alain wieder zurück zu mir, damit ich ihn auch noch bestaunen konnte. Nach Abschluss der Operation, die hat gerade mal 25 Minuten gedauert, wurde ich wieder auf ein normales Bett umgebettet und wir wurden in das Gebärzimmer gebracht. Dort gab es dann erstmal ein ausgiebiges Kennenlernen und Kuscheln und er durfte auch zum ersten Mal trinken, was er ganz toll gemacht hat. Später wurde er dann noch gewogen und vermessen und schliesslich in eine Windel verpackt.
Als meine Narkose dann nachgelassen hatte, es war mittlerweile nach Mittag, wurde ich zurück in mein Zimmer geschoben. Ich war immer noch alleine und hatte noch keine Zimmernachbarin. Und das war wohl auch gut so. So konnte ich ganz in Ruhe die Schwestern auf Trab halten. Denn die erste Nacht nach der OP fand ich immer die Schlimmste. Du kannst fast nicht liegen ohne dass du Schmerzen hast, sollst aber regelmäßig den Kind stillen und trösten. Nicolas habe ich dann die ganze Nacht zu mir ins Bett genommen, die Nachtschwester hat mir einen Fallschutz an der Seite montiert, und so konnten wir uns aneinander kuscheln und uns gegenseitig gut tun. Am späten Abend musste ich ja noch das erste Mal aufstehen, noch mit Infusion und Blasenkatheder. Das war für mich jedesmal das Schlimmste. Du getraust Dich kaum ein Bein zu belasten, geschweige denn zu atmen weil Du Angst hast, dass es Dir den Bauch zerreißt.
Die Nacht war anstrengend und die Schwestern haben mir immer wieder Schmerzmittel gegeben. Am Freitagmorgen durfte (musste) ich duschen. Und das ist ja zum Einen sehr toll, denn man fühlt sich inzwischen schon sehr “speckig”, aber zum Anderen muss man dazu aufstehen und zum Bad laufen und dann auch während dem Duschen dauernd stehen. Und dann werden ja auch noch Infusion und Blasenkatheder entfernt. Den Freitag haben Pascal und ich dann wieder mit Erholen und Stillen üben verbracht. Ich und die Schwestern fanden ja, der kleine Mann mache das sehr gut, einfach etwas sehr gemütlich. Für eine volle Stillmahlzeit von beiden Seiten brauchte er mehr als eine Stunde und das ca. alle zwei Stunden. Dann kamen noch schnell Susanne und später das Gotti und Othmar vorbei im den kleinen Mann anzuschauen.
Nach einer sehr anstrengenden Nacht, mit ziemlich kurzen Schlafphasen, begann der Tag sehr ruhig. Wir schafften es zwar kaum zu Duschen, weil wir dauernd am Stillen waren, aber es klappte ganz ordentlich. Leider hatte ich schon ziemlich schmerzende Brustwarzen, was mich beim Stillen ziemlich die Sterne sehen ließ. Aber das kannte ich ja schon von der Stillzeit mit Pascal, wo sich das dann langsam besserte. Ich bekam dann eine Laserbehandlung, welche die Schmerzen ein wenig besserten. Da Nicolas nun doch schon sehr viel Gewicht verloren hatte und ein wenig apathisch wirkte, entschieden wir uns für einen Wägeversuch beim Stillen. Er wurde vor und nach dem Stillen gewogen, im zu sehen wieviel er trinkt. Und das ernüchternde Urteil war, dass er nach mehr als einer Stunde Stillen, bei der ich und die Pflegerin eigentlich immer das Gefühl hatten, dass er schön trinkt, nur gerade 5g schwerer war.
Uff! Das war keine gute Nachricht. Dazu kam, dass meine Brustwarze mittlerweile blutete. So entschieden wir uns jetzt erstmal etwas Schoppennahrung zuzufüttern. Er kriegte nun nach dem Stillen jeweils noch eine kleine Schoppenmahlzeit, damit er nicht ganz apathisch würde. Gegen Abend war meine Brustwarze aber trotz Laserbehandlung so blutig, dass wir uns für eine Stillpause entschieden. Ich würde abpumpen um den Milchfluss zu erhalten und Nicolas kriegt derweil einen Schoppen oder die abgepumpte Milch. Als dann sogar beim Abpumpen nur noch Blut kam und ich am Morgen einfach nur noch gerädert war, habe ich aufgegeben. Ich bin schon einmal nur pumpend aus dem Spital entlassen worden und wollte das einfach nicht wieder mitmachen. Vorallem da ja noch zwei andere meine Aufmerksamkeit fordern, zuhause.

Und siehe da, mit der Schoppenmilch hast Du endlich wieder zugenommen und warst wieder fiter. Ich war erst noch recht enttäuscht darüber, dass es nicht so klappen wollte, aber jetzt sehe ich einfach das Positive daran und dass es wohl einfach nicht sein sollte.

Die letzten beide Tage im Spital haben wir  dann noch zum Schoppentrinken-Üben genutzt und die Ruhe und die Zweisamkeit genossen. ich habe mich so gut es geht noch etwas erholt, bevor dann zuhause der Trubel wieder losgeht.

Am Dienstagabend waren Alain und ich zum Geburtenessen in der Cafeteria eingeladen. Die Schwestern passen derweil auf die Kleinen auf, während die Eltern einen feinen Fünfgänger geniessen dürfen.

Am Mittwoch kamen dann die Klammern noch raus und wir durften endlich nach Hause gehen. Noch schmerzt die Naht ziemlich und ich kämpfe noch ein wenig aber es ist schön wieder zuhause zu sein.

Kindervorfreude

Zu erleben, wie sich die Kinder auf das Baby freuen, ist etwas ganz besonderes. Damals bei der Schwangerschaft von Pascal war Liliane wohl einfach noch zu klein um das mit dem Baby im Bauch so richtig zu erfassen.

Aber jetzt mit 3 1/2 und 5 1/2 können sie die Schwangerschaft so richtig miterleben. Da wird ganz oft über den Bauch gestreichelt, einen dicken Kuss auf den Bauch gegeben und mit dem Baby geredet. Pascal begrüsst das Baby täglich mit den Worten: “Hallo Baby, da sich de Pascal. ich freue mich scho ganz fescht uf Dich” Und Liliane erzählt dem Baby wie es so bei uns sei und erklärt ihm die Welt.

Wenn dann das Baby genau in dem Moment auch noch tritt, dann ist die Welt perfekt. Und das Baby scheint es genau zu spüren, wenn die beiden in der Nähe sind und tritt dann besonders gerne.

 

 

Woche 40, jetzt gilts ernst

Morgen beginnt die Woche 40. Und es ist auch höchste Zeit, denn ich laufe hier ziemlich am Anschlag.

Die ganze Umbauerei und die Bronchitis der kleinen Madame hat wohl noch ihren Rest dazugegeben. Wobei ich mit der Bauerei an sich nicht viel zu tun hatte. Alain hat alles ausgeräumt, die Handwerker organisiert, streicht nun die Wände und wird den Boden verlegen. Aber es war eine ziemlich staubige Angelegenheit. Alles war voll mit diesem feinen Gipsstaub. Und so habe ich gestern, während Alain den Parkett holen ging, erstmal eine Grobreinigung gestartet. Passt zwar bestens zu meinem Nestbautrieb, ist aber halt trotzdem anstrengend. Und ich merke nun wirklich jede kleinste Tätigkeit. Ständig muss ich wieder Pause machen und mein Bauch kommt mir immer in den Weg.

Im Bauch drin ist es merklich ruhiger geworden. Das Kleine hat wohl langsam keinen Platz mehr und so sind die Bewegungen weniger und kleiner geworden. Ich bin ständig am Innehalten und spüren, so ungewohnt ist die Ruhe. Aber da immer wieder ein Schluckauf oder kleine Positionsänderungen zu spüren sind, mache ich mir keine Sorgen.

Liliane macht nach dem grossen Theater nun ganz toll mit beim Inhalieren, was wohl hauptsächlich Alain zu verdanken war, der den Draht gefunden hat sie zu überzeugen. Und oh Wunder, sie findet es gar nicht mehr so schlimm. Und da sie genau weiss, dass sie das Baby nur dann im Spital besuchen darf, wenn sie gesund wird bis dann, ist sie nun auch recht motiviert.

Wir sind hier soweit parat. Das Bettchen steht bereit, die anderen Sachen holt Alain mit den Kindern aus dem Keller, wenn ich im Spital bin. Die Kleider und die Wickelsachen sind gerüstet und sogar neue Still-BHs habe ich mir gegönnt. Beldona hat seit diesem Jahr mehrere neue, welche wirklich schön sind. Nicht nur solche, wo man den Still-BH schon von weitem sieht. (Nicht dass ich nur im BH rumlaufen würde, aber ich trage halt gerne schöne Unterwäsche, das macht ein gutes Gefühl.)

Mein Koffer ist auch schon länger gepackt. Ich hoffe der bakterielle Infekt ist nun auch noch weg, aber das erfahre ich dann am Mittwoch.

Ich habe noch das Anästhasie-Gespräch am Mittwoch, wo ich meine Angst ansprechen muss. Meine Frauenärztin meinte, ich hätte beim letzten Mal wohl wirklich Pech gehabt, und eine schlechte Anästhesistin erwischt. Jetzt schauen wir, wie wir meine Angst in den Griff bekommen.

Nun gilt es die paar Tage noch durchzustehen und dann freuen wir uns schon ganz fest auf unser fünftes kleines Familienmitglied. Jetzt können sogar die Kinder schon die Tage zählen.

Ich bin zwar schon recht nervös und und aufgeregt, aber die Vorfreude übersteigt es beim Weitem. Endlich werden wir unser kleines Baby  in den Arm nehmen und beschnuppern können. Wir freuen uns auf Dich!!

 

Woche 39

Ok, gleich zu Beginn, ich kann es kaum noch erwarten. Nicht nur, weil ich körperlich am Limit laufe, sondern weil ich mich auch ganz einfach ganz toll darauf freue, den kleinen Erdenbürger in meinen Armen zu halten und das kleine Wunder endlich zu sehen, zu riechen und zu bekuscheln.

Ich schlafe kaum mehr länger als anderthalb Stunden am Stück. In der Nacht gehe ich mehrmals baden um ein wenig zu entspannen. Ich lasse mir meist am Abend noch ein Bad ein und lasse es dann die ganze Nacht drin. Dann muss ich nachts nur noch ein wenig heisses Wasser nachgiessen und kann gleich reinsteigen. Mein Bauch ist riesig. 120 cm Bauchumfang habe ich gemessen. Es drückt und kneift überall und die Wehen tun auch noch das Ihre, so dass ich völlig unentspannt durch den Tag komme. Ich muss mich immer mal wieder hinlegen um auszuruhen, kann dann aber nicht lange liegen, weil es mir nicht mehr wohl ist.

Trotzdem habe ich mir ganz fest vorgenommen, das kleine Wesen im meinem Bauch noch so richtig zu geniesŸsen. Ist es doch das letzte Mal, wo ich die Bewegungen und den Schluckauf spüren kann. Es ist ein Wunder, dass da so ein kleines Wesen in meinem Bauch drinsteckt, das schon bald richtig zu unserer Familie gehört und unseren Alltag massgeblich bestimmen wird.

Vor dem Kaiserschnitt habe ich immer noch recht Angst, das heisst eigentlich am Meisten vor der Anästhesie. Das war beim letzten Mal dermassen mühsam und schmerzvoll, dass ich Angst habe, dass ich mich diesmal zu sehr verspanne und es so noch schlimmer mache. Ich habe es schon mit meiner Frauenärztin besprochen und werde es beim Anästhesie-Gespräch noch einmal besprechen.

Ansonsten sind wir bereit. Alles ist da und für das kleine Wesen eingerichtet. Auch wenn ich die Übungswehen, die mich nun immer wieder plagen hasse, bin ich doch froh sie zu haben. So wird das Baby doch noch ein wenig auf seinen abrupten Start beim Kaiserschnitt vorbereitet. Ich rede ihm auch noch gut zu und so wird das schon gut gehen!

Der Countdown läuft, noch zehn Tage, dann gilt es ernst!

Woche 37, langsam darf es kommen

Langsam aber sicher habe ich die Schwangerschaft gesehen. Ich zähle die Tage bis zur Geburt. Und das ist wohl auch gut so. Vielleicht verliere ich dadurch ein wenig die Angst vor dem Kaiserschnitt.

Dem Baby scheint es gut zu gehen. Die Bewegungen werden kleiner und verhaltener, aber das ist wohl einfach, weil es ahtl langsam recht eng wird in meinem Bauch. Im Moment habe ich ziemlich starke Senkwehen. Wobei ich nicht das Gefühl habe, dass das Baby noch weiter nach unten kann. Das Atmen fällt mir wieder leichter und auch die Tritte in die Lunge haben sehr an Stärke verloren.

Mein Beckenboden ist ziemlich strapaziert und tut nun mit jedem Schritt und jeder Bewegung weh. Das Drehen im Bett wird zur Tortur, muss aber sein, da ich nicht viel länger als eine Stunde auf der einen Seite liegen kann.

Der Bauch ist riesig. Ich muss unbedingt noch den Umfang messen. In der Kinderkrippe bin ich im Moment die Attraktion, wenn ich Pascal abhole. Alle Kinder wollen meinen Bauch streicheln und das Baby begrüssen 😉

Wir hier zuhause sind nun organisatorisch bereit für das kleine Wesen. Das Babybay steht bereit (noch schlafen Lilianes Puppen darin) die Babykleider sind sortiert, Windeln sind gekauft und die Kinder haben schon ein Begrüssungsgeschenk fürs Baby gebastelt. (ich durfte es nicht sehen, ich bin ja sehr gespannt) Die Sachen aus dem Keller holen wir auch bald hoch und so wird unser Haus langsam babygerecht eingerichtet.

Ich sollte langsam aber sicher mein Köfferchen packen, kann es doch grundsätzlich jederzeit losgehen.

Ich freue mich nun wirklich schon sehr darauf, das kleine Würmchen in meinem Arm zu halten, den Babyduft zu riechen und das kleine strampelnde Wesen richtig kennenzulernen.

noch allerhöchstens 19 Tage, dann ist unser Baby endlich bei uns…

Woche 33, es harzt

Achtung, das wird wohl wieder ein richtiger Jammerpost.

Wir sind mittlerweile schon bei Woche 33 angelangt, die Zeit vergeht ja wirklich schnell und trotzdem plange ich langsam auf März.

Die Skiferien haben eigentlich recht gut geklappt. Erst hatte ich etwas Mühe mit der Höhe aber so nach zwei Tagen hat sich mein Körper angepasst. Die viele frische Luft und der Schnee haben sehr gut getan. Ich habe mich halt einfach etwas vorsichtig bewegt und meist so kleine Steigeisen unter den Schuhen montiert, damit ich auf der teilweise doch recht glatten Fläche nicht ausrutsche.

Schlaftechnisch hatte ich sehr Mühe, irgendwie hatte ich das Gefühl ich kriege nicht genug Luft und mein Stillkissen habe ich auch recht vermisst. Aber wir konnten ja täglich etwas ausschlafen, das hat sicher sehr geholfen.

Jetzt wieder zuhause hat mein Kreislauf wieder komplett aufgegeben. Am Mittwoch wurde meine Erschöpfung so gross, dass ich zum ersten Mal auf fremde Hilfe angewiesen war. Meine Mutter kam am Nachmittag für zwei Stunden vorbei, damit ich mich hinlegen konnte. Ich hätte es nicht geschafft, diesen Tag durchzustehen. Gestern hatte ich dann den nächsten Termin im Spital, wo ich die nächste Eiseninfusion bekam. Jetzt geht es mir wieder viel besser. Mein Eisengehalt im Blut war wohl einfach wieder auf einem Tiefpunkt.

Schlaftechnisch ist es auch hier zuhause ein Graus. Wie gerne würde ich eine Nacht mal wieder am Stück oder zumindest in längeren Abschnitten durchschlafen. Spätestens nach einer Stunde bin ich jeweils wieder wach und habe Mühe einzuschlafen. Meine Hüfte, auf der ich die Stunde gelegen hatte, tut dann sehr weh und ich muss mich drehen. Und das Drehen im Bett ist immer verbunden mit starken Beckenbodenschmerzen. Genau so das nächtliche Aufstehen. Erst tut mir der Beckenboden sehr weh und dann kann ich meine rechte Hüfte erst kaum gebrauchen. Erst so nach fünf , sechs Schritten normalisiert sich das Ganz wieder.

Dafür ist das Magenbrennen etwas besser geworden.

Das Baby hat sich nun komplett gedreht und strampelt nun mit den Beinen nach oben ins Zwerchfell oder dann sind die Füsse teilweise von aussen sichtbar. Die Tritte sind immer noch recht heftig und es scheint noch genügend Platz zu haben um sich zu bewegen.

Trotzdem hat der Druck auf den Beckenboden noch zugenommen, so dass nun jeder Schritt, trotz Bauchgurt schmerzt. Ich versuche meine Fussmärsche auf ein Minimum zu beschränken.

Wir zählen nun langsam die Tage, bis es endlich soweit ist, Wobei wir jedoch noch gar nicht bereit sind. Es gibt noch eine Menge zu tun und zu organisieren. Aber wir freuen uns nun alle sehr, Dich bald in unseren Armen zu halten!

Woche 29

Dieses Gefühl, wenn Du Dich da in meinem Bauch neupositionierst! Erstaunlich mit wieviel Kraft Du Dich schon gegen die Bauchdecke stemmen kannst. Er verformt sich dann richtig, bis du endlich die Position gefunden hast, die Dir passt. Auch Dein Schluckauf spüre ich schon recht häufig, das lässt mich dann jeweils mit einem Lächeln auf den Lippen herumlaufen und meine Umgebung denkt dann immer ich lache sie aus 😉

Dieses kleine Wunder, das ich Dich da in meinem Bauch spüren kann! Das Gefühl nicht mehr alleine herumzulaufen sondern auf Schritt und Tritt begleitet zu werden. Das Gefühl jeden Schritt vorsichtiger zu machen, denn da ist ja noch jemand mit dabei.

Dieses Gefühl wenn Du von Deinen Geschwistern begrüsst wirst und Du mit einem hefitgen Strampeln antwortest. Wie Du schon manchmal auf Berührung durch ein Gegendrücken reagierst. Und dann die strahlenden Augen deiner Geschwister, wenn sie Dich spüren konnten. Da kommen wir manchmal fast die Tränen vor Rührung.

Weisst Du eigentlich wie sehr sie sich auf Dich freuen? Deine grosse Schwester möchte Dir am liebsten die meisten ihrer Spielsachen schenken und plant Dich schon ganz fix in unsere Tagesabläufe ein. Wann Sie dann zu Dir schauen werde, damit unser Haushalt trotzdem noch funktioniert. Und Dein grosser Bruder, der mit Dir alle seine Spielzeugautos teilen will, Dir die ganze Kinderkrippe zeigen will und Dir immer den Nuggi wieder bringen wird, wie er beteuert.

Auch wenn ich hier immer wieder ein wenig jammere weil sie mir ein wenig schwerfällt diese Schwangerschaft mit dir, sei Dir gewiss, ich liebe Dich jetzt schon und freue mich schon riesig auf Dich. Ich bin halt einfach nicht so schmerzresistent und muss manchmal etwas jammern.

Aber Du bist das alles mehr als wert!!!

Woche 28 – wo bleibt nur die Energie?

Irgendwie will es nicht so recht mit der Energie. Seit Beginn der Schwangerschaft kämpfe ich nun schon mit diesen Erschöpfungszuständen und kämpfe mich mehr recht als schlecht durch die Tage. GottseiDAnk sind nun Ferien und so kann ich mich immer mal wieder hinlegen, während Alain die Kinder und den Haushalt übernimmt. Ich habe nun die nächte Woche einen Termin im Spital wo ich eine Eiseninfusion bekomme, in der Hoffnung auf etwas Abhilfe.

Dem Baby scheint es grossartig zu gehen. Es wächst und gedeiht und hat mir beim letzten Ultraschall regelrecht zugeblinzelt.

Die Kinder freuen sich nun wirklich und reden jeden Tag mit dem Baby. Damit es ihre Stimme schon kenne, meinte Liliane. Auch Pascal streichelt mir oft über den Bauch und begrüsst das Baby. Das ist so härzig, dass ich manchmal richtig mit den Tränen kämpfen muss.

Noch fehlt immer noch ein guter, stimmiger Name und auch sonst gibt es noch jede Menge zu planen. Gut sind da noch ein paar Wochen Zeit dazu…