Gestern morgen sind die Kinder fast aus ihren Betten gehüpft. Wussten Sie doch, dass endlich der Samstag da war, auf den sie nun schon so lange warteten. Sie durften nach Solothurn zum geliebten Tante Fränzi und Victor.
Wir waren an eine Hochzeit nach Deutschland eingeladen und die Beiden durften dazu die Nacht bei meiner Schwester verbringen. So haben wir frühmorgens unsere Sachen gepackt und sind in Richtung Westen losgefahren.
Dort wurden wir auch schon erwartet und in Empfang genommen. Wir haben nur kurz einen Kaffee getrunken, das Reisebett aufgestellt und die Sachen der Kinder ausgepackt. Diese waren schon nach kurzer Zeit angekommen, haben mit ihren mitgebrachten Spielsachen gespielt und Johnny und Elvis begrüsst.
Und wir konnten uns auf unsere Reise in den Orient aufmachen. Denn die Hochzeit, an die wir eingeladen waren, würde eine Spezielle werden. Braut und Bräutigam gehören einer aramäischen Glaubensgemeinschaft an. Wir waren schon sehr gespannt und sind der Einladung sehr gerne gefolgt.
Die Fahrt dorthin dauerte doch ein Weilchen und da wir unterwegs noch ein paar Caches loggen wollten und auch bei einem mögliche Stau nicht zu spät ankommen wollten, machten wir uns früh genug auf die 340km lange Reise.
So gegen 16.00 Uhr hatten wir es dann geschafft und unser Ziel in Deutschland erreicht. Unsere Gspänli kamen ziemlich gleichzeitig mit uns an und so trafen wir uns erstmal alle zu einem Apéro, bevor wir uns dann in die Stadthalle aufmachten, wo die Feier stattfinden wird.
In der Stadthalle erwartete uns eine riesengrosse Halle, festlich geschmückt mit Tischen und Stühlen für mehr als zweihundert Gäste. Die schon anwesenden Gäste waren alle sehr festlich angezogen. Die Damen in farbenfrohen Abendkleidern die Herren allesamt in Anzügen. Die Halle füllte sich langsam mit Menschen und schon bald traf auch das Brautpaar begleitet von viel Gesang und Musik ein.
Was nun folgte war wohl ein kleiner Einblick in die Welt aus TausendundeinerNacht. Es gab so viel zu bestaunen und zu erleben. Nach ein paar Gläsern Wein und Cocktails getrauten sogar wir uns, an den Tänzen mitzumachen. Und nach einer Weile konnten wir einige Grundschritte und tanzten mit, ohne das Kleid der neben uns Tanzenden zu entsäumen.
Es war ein tolles Fest mit viel Musik, noch mehr Tanz, vielen tollen, liebenswerten Menschen und vielen wunderschöne Bildern, welche uns wohl noch lange in lebhafter Erinnerung bleiben werden.
Als sich die Meisten langsam beim Brautpaar verabschiedeten, machten auch wir uns auf in unsere Hotelbetten (ein Teil von uns fuhr mit einem kleinen Reisebus noch in der Nacht zurück) und liessen die Klänge noch in unseren Träumen nachhallen.
Am nächsten Tag haben wir dann die wieder vor uns liegende Strecke nach Solothurn in Angriff genommen und haben zwei glückliche und ziemlich müde Kinder dort abgeholt. Das Tante Fränzi und Victor haben den Beiden viel Programm geboten. Sie wahren am Flohmärt, im Naturmuseum, auf dem grossen Spielplatz, , waren in Bern beim Bärengraben, haben die beiden Katzen betüdelt, mir einen Muttertagskuchen gebacken und wurden auch sonst sehr liebevoll umsorgt.
Merci vielmal ihr Beiden, die Kleinen haben es wahnsinnig genossen bei Euch. Liliane kommt richtig ins Schwärmen, wenn sie erzählt was ihr alles erlebt habt. Und auch Pascal meint, sein Gotti sei halt schon die Beste!
Jetzt liegen wir alle müde in unseren Betten, Alain und die Kinder schlafen schon und ich werde wohl auch gleich schlafen. Es war ein tolles Wochenende und die lange Reise (900km) hat sich wirklich gelohnt. Es hat riesig Spass gemacht, eine solche Feier mitzuerleben. Danke vielmal für die Einladung!