Speckstein

Endlich ist es warm geworden und die Kinder sind fast nur noch draussen anzutreffen.

Ich hatte mir mal einen Vorrat an Speckstein angelegt und so wurde unser Vorplatz die letzten beiden Tage als Specksteinwerkstatt genutzt.

Das war wie ein Magnet und so fanden sich immer mehr und immer andere Nachbarskinder ein, die zusammen mit unseren da auf dem Vorplatz die Steine schliffen.

Es entstanden viele schöne Anhänger und Figuren. Und dank Alains Dremel konnten wir ganz einfach Löcher für die Ketten bohren.

Der Vorplatz sah zwischendurch ziemlich mitgenommen aus. Aber es hatten alle Riesenspass dabei. Unser Vorrat an Steinen ist quasi aufgebraucht, ich habe aber schon wieder Nachschub bestellt.

Autsch

Der Kleintje war in eine Auseinandersetzung mit dem etwas grösseren Nachbarsjungen geraten und hat so ziemlich den kürzeren gezogen.

Es scheint, er hat das Trottinett des anderen Jungen an den Kopf gekriegt und irgendwie noch Schürfwunden am Bauch.

Die ganze Kindernachbarschaft war entrüstet und hat ihn erst heimbegleitet bevor sie sich auf die Suche nach dem Täter machten. Diesem war die Sache dann auch nicht mehr geheuer und er hat sich am Abend zuerst bei Alain und dann am nächsten Tag dann auch beim Kleintje entschuldigt. Ganz klar ist uns der Ablauf bis heute nicht, aber es war wohl wirklich nicht ganz richtig, was der Nachbarsbub da geboten hatte. Hoffen wir, dass es ihm eine Lehre war, denn er wurde so wie es scheint mit einem Trottinett-Verbot bestraft, was er wohl nicht sehr toll fand.

Junior hat sich am Abend sehr rührend um den Kleintje gekümmert, welcher wohl haarscharf an einer Gehirnerschütterung und einem Loch im Kopf vorbeigeschlittert ist. Er durfte die Nacht bei uns im Bett verbringen, damit wir ihn gut beobachten konnten.

Es ist wohl noch einmla sehr glimpflich ausgegangen. Ausser einem Schrecken bleibt nichts zurück. Bloss hat der Kleintje nun wohl ziemlich Angst vor dem Nachbarsjungen…

zuckerfrei

Mit der Tochter diskutieren wir mittlerweile dauernd über ihre Ernährungsgewohnheiten. Denn die lassen sehr zu wünschen übrig. Sie ist sehr heikel und würde, wenn wir sie wohl lassen würden, sich sehr einseitig und ungesund ernähren.

Sie mag viele Speisen, die ich koche so gar nicht und pickt sich am liebsten einfach das Wenige das sie mag raus. Und wenn es dann Süssigkeiten gibt, schlägt sie zu.

Auf meine Diskussion mit ihr entgegenete sie vor drei Wochen, sie könne sehr gut auf Süssigkeiten verzichten. Ich wies sie dann auf die Fastenzeit hin und so entstand die Idee, eine Weile auf Zucker zu verzichten. Es schloss sich schliesslich die ganze Familie an und der Grosspapi gab noch eine Belohnung in Aussicht, wenn die Kinder zwei Wochen ohne Zucker durchstehen.

Es gab ein paar wenige Ausnahmen. Junior nimmt immer morgens seine Medikamente in einem Joghurt ein und er mag kein Nature-Joghurt. So durfte er das beibehalten. Die anderen durften je einmal eine Ausnahme machen und am Geburtstag des Kleintjes gab es Geburtstagskuchen (mit ganz viele Smarties drauf) für alle.

Aber ansonsten haben wir uns alle daran gehalten.

Es klappte erstaunlich gut. Und ich denke es hat sehr viel gebracht. Denn die Kinder haben sich aktiv damit auseinandergesetzt, wo es überall Zucker drin hat. Es fing bei den Frühstücksflocken an, ging über zur morgendlichen Konfitüre, den Müeslistengeln die sie hie und da zum Znüni mitnehmen, das kleine Dessert nach dem Mittagessen und die Milch mit Malzpulver zum Znacht.

Auch haben sie sich Gedanken über andere Lebensmittel wie Brot und Teigwaren oder eben die geliebte Ketchupflasche gemacht.

Fazit nach zwei Wochen: Es ist gut machbar, braucht zwischendurch etwas Motivation. Es gibt wunderbare Alternativen, die sie nun für sich entdeckt haben. Frischkäse, Hummus oder andere Brotaufstriche mögen sie sehr. Milch ist auch ohne Malzpulver fein und die Tochter mag Nature-Joghurt mit Früchten drin. Überhaupt hat der Konsum von Früchten während dieser zwei Wochen stark zugenommen. Unmengen an Äpfeln und Erdbeeren wurden verputzt.

Trotzdem waren alle froh, als wir das Projekt heute eine Tag früher beendeten und sie auf der Hauseinweihungsparty alles essen durften. Vorallem die Tochter und der Kleintje wären sehr enttäuscht gewesen, wenn sie auf die fein dufteten Waffeln hätten verzichten müssen…

Geburtstagsfest

Endlich war er da, den Tag den der Kleintje schon so lange erwartete. Und wieder musste er bis nach dem Mittagessen ausharren, bis endlich seine Gäste eintrafen.

Wir hatten im Vorfeld einiges zu tun, denn der gewünschte Geburtstagskuchen war noch knifflig. Die beiden Grossen waren mir eine riesengrosse Hilfe, den sie haben mir die Säuli modelliert. Da der Kleintje Marzipan nicht mag, haben wir rosarote Schokolade gekauft, die zum Modellieren geeignet ist.

Sie haben das wirklich toll gemacht, die Tochter und Junior können das supergut!

Ich habe dann aus hellem und dunklem Biskuit, Mascarpone, Magerquark, Erdbeeren, Kinderschokolade, Schokoladenpudding und Amicelli eine hübsche Torte daraus gebastelt.

Die Vorlage für die Torte ist übrigens von hier und das Innenleben der Torte etwas abgeändert von hier.

Der Kleintje fand seine Geburtstagstorte sehr cool! Aber DAs Singen war ihm etwas peinlich und beim Kerzenausblasen brauchte er etwas Hilfe.

Und dann durfte er endlich seine Geschenke auspacken und war dann sehr lange beschäftigt mit Spielen 🙂

es sei ein wunderbarer Geburtstag gewesen, und das nächste Mal sollen seine Gäste ruhig noch länger bleiben, fand er 🙂

Tagebuch unserer Kinder